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Ausland

Pflegekräfte-Mani­fest gegen aktive Sterbehilfe in Frankreich

Montag, 5. März 2018

Paris – Fachkräfte in der Palliativpflege in Frankreich haben ein Manifest gegen aktive Sterbehilfe veröffentlicht. „Entlasten und begleiten ja – den Tod geben, nein“, heißt es in dem Dokument, wie die Zeitung La Croix berichtet. Die Pflegekräfte betonen, für sie sei es keine Pflege, den Tod zu verabreichen. Für sie sei Tod ein „natürlicher Prozess“ und kein Ergebnis einer „freiwilligen Tat“.

Für eine Umsetzung des sogenannten Claeys-Leonetti-Gesetzes zum Lebensende aus dem Jahr 2016 brauche es mehr Zeit, so die Pflegekräfte. Die Verletzlichkeit von Kranken dürfe nicht durch permanente Gesetzesänderungen erhöht werden.

Das Manifest ist eine Reaktion auf ein Positionspapier von 156 französischen Abgeord­neten, die sich für eine Legalisierung von aktiver medizinischer Unterstützung beim Sterben aussprachen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will in diesem Jahr das Bioethikgesetz reformieren. Seit Januar gab es bereits mehrere öffentliche Debatten mit Bürgern zu verschiedenen entsprechenden Themen wie Lebensende oder Leihmutterschaft.

In den Niederlanden und Belgien ist aktive Sterbehilfe unter bestimmten Bedingungen seit 2001 beziehungsweise 2002 erlaubt. © afp/aerzteblatt.de

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