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Dupilumab bei Neurodermitis: IQWiG sieht Vorteile bei Symptomen und Lebensqualität

Montag, 5. März 2018

/dpa

Köln – Erwachsene mit einer mittelschweren bis schweren Neurodermitis, für die eine systemische Therapie infrage kommt, könnten von einer Behandlung mit Dupilumab (Handelsname Dupixent) profitieren. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sieht nach einer frühen Nutzenbewertung Hinweise auf einen Zusatznutzen der Therapie. 

Typische Symptome der Neurodermitis – auch atopische Dermatitis genannt – sind Ausschlag und starkes Jucken, die in Schüben auftreten und die Lebensqualität massiv beeinträchtigen können.

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Meist wird eine Neurodermitis lokal mit entzündungshemmenden, cortisonhaltigen Salben behandelt. Bei schwereren Verläufen kommen auch UV-Licht oder eine systemische Therapie infrage. Der Wirkstoff Dupilumab ist ein monoklonaler Antikörper, der einen Abschnitt des sogenannten Interleukin-4-Rezeptors auf der Oberfläche von Immunzellen blockiert und so die Immunreaktion dämpft.

„Der Hersteller legte eine verwertbare randomisierte kontrollierte Studie vor, in der Patienten über einen ausreichend langen Zeitraum von 52 Wochen beobachtet wurden“, berichten die IQWiG-Wissenschaftler. Alle Teilnehmer erhielten Gluko­kortikoid-Salben als Hintergrundtherapie. In zwei Studienarmen bekamen sie zusätzlich jeweils Dupilumab in zwei verschiedenen Dosierungen, im dritten ein Placebo.

Wie die Daten zeigen, fallen die Behandlungsergebnisse bei einer ganzen Reihe von patientenrelevante Endpunkte zugunsten von Dupilumab aus: Das gilt zum einen für Juckreiz und Schlafstörungen, zum anderen für die gesundheitsbezogene Lebens­qualität. Augenerkrankungen traten in der Verumgruppe allerdings häufiger auf als in der Kontrollgruppe. Nach Auffassung der IQWiG-Wissenschaftler stellt dies die Vorteile bei den anderen Endpunkten jedoch nicht infrage. 

Aus methodischen Gründen schätzt das IQWiG den Zusatznutzen der Therapie als „nicht quantifizierbar“ ein. „Er kann also gering, beträchtlich oder sogar erheblich sein“, hieß es aus dem Institut. © hil/aerzteblatt.de

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