NewsAuslandMerck muss Verfahren in Frankreich fürchten
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Merck muss Verfahren in Frankreich fürchten

Dienstag, 6. März 2018

Marseille – Wegen Nebenwirkungen bei einem Schilddrüsenmedikament droht dem deutschen Pharmakonzern Merck in Frankreich ein Verfahren. Die Staatsanwaltschaft beauftragte einen Untersuchungsrichter in Marseille mit dem Fall, wie sie gestern Abend mitteilte. Rund 7.000 Patienten haben Beschwerde eingelegt.

Die richterliche Voruntersuchung dreht sich um die Vorwürfe der schweren Täuschung und öffentlichen Gesundheitsgefährdung. Die beanstandeten Nebenwirkungen der Patienten reichen von Schwindel über Kopf- und Gliederschmerzen bis zum Haarausfall.

Der Fall betrifft das Mittel Levothyrox in einer neuen Rezeptur, die Merck nach Auf­forderung der französischen Behörde für Arzeimittelsicherheit vor rund einem Jahr auf den Markt gebracht hat. Damit sollte das Mittel gegen Schilddrüsenunterfunktion zuverlässiger werden.

Bisher wird das Medikament in der neuen Formel nur in Frankreich vertrieben, eine Ausfuhr in andere Länder ist aber nicht ausgeschlossen. Der Konzern betonte, eng mit den Behörden zusammenzuarbeiten. © afp/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

21. Juni 2018
Bonn – Da das parenteral applizierte Antibiotikum Cefepim fast ausschließlich über die Nieren eliminiert wird, kann es bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion zu einem Anstieg der
Cefepim: Neurotoxizität bei eingeschränkter Nierenfunktion
19. Juni 2018
Weimar – Die Projektpartner der „Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen“ (ARMIN) haben eine positive Zwischenbilanz des Modellvorhabens gezogen. „Innovativ, sektorenübergreifend und wirkungsstark:
Positive Zwischenbilanz für Arzneimittelinitiative ARMIN
13. Juni 2018
Chicago – Die Polypharmazie führt dazu, dass immer mehr Patienten gleich mehrere Wirkstoffe verschrieben bekommen, zu deren Nebenwirkungen depressive Verstimmungen gehören. In einer Querschnittstudie
Depressionen häufige Nebenwirkung von Medikamenten
8. Juni 2018
Berlin – Bei Schmerzmitteln wie Paracetamol, Ibuprofen Diclofenac oder Acetylsalicylsäure, die ohne Rezept in der Apotheke zu erhalten sind, sollen neue Hinweise vor einer zu langen Einnahme warnen.
Künftig neue Warnhinweise auf Schmerzmittelpackungen
8. Juni 2018
Köln – Spitzenreiter unter den Arzneimittelgruppen, die verdächtigt wurden, Nebenwirkungen ausgelöst zu haben, sind antithrombotische Mittel (8,4 %), Antibiotika zur systemischen Anwendung (8,4 %) und
Nebenwirkungen – die am häufigsten verdächtigten Arzneimittelgruppen
6. Juni 2018
Silver Spring/London – Die beiden Checkpointinhibitoren Pembrolizumab und Atezolizumab dürfen in der Ersttherapie des metastasierenden Urothelkarzinoms nur noch eingesetzt werden, wenn eine erhöhte
Urothelkarzinom: FDA und EMA warnen vor unkritischem Einsatz von Pembrolizumab und Atezolizumab
29. Mai 2018
Berlin – Die Anwendung neuer Arzneimittel gegen Multiple Sklerose (MS) sollte auf Schwerpunktzentren konzentriert werden. Das hat das Wissenschaftliche Institut der AOK (WidO) heute gefordert.
NEWSLETTER