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Neue Technologien sollen Gesundheits­versorgung der Zukunft ermöglichen

Mittwoch, 7. März 2018

/pixtumz88, stockadobecom

Berlin – Die Kosten für die Gesundheitsversorgung werden weltweit in den kommenden Jahren weiter steigen. Davon sind die Autoren der Expertise „Global Health Care Outlook“ des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte überzeugt. Sie gehen von einem Anstieg der weltweiten Gesundheitsausgaben pro Jahr um mehr als vier Prozent bis 2021 aus.

Grund dafür ist unter anderem eine steigende Lebenserwartung, die dann bei 74,1 Jahren liegen wird. Der Anteil der Über-65-Jährigen wächst demnach auf global 11,5 Prozent. Zudem spielen – meistens chronische – Zivilisations- und Alterskrankheiten eine zunehmende Rolle. „Alle drei Sekunden erkrankt ein Mensch durchschnittlich an Demenz, schon heute kostet die Behandlung der Krankheit und ihrer Folgen weltweit Billionen“, erläuterte Sebastian Krolop, Partner und Leiter Life Sciences & Health Care bei Deloitte.

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In Westeuropa, wo die Über-65-Jährigen in drei Jahren laut dem Unternehmen rund ein Fünftel der Population ausmachen werden, steigen die Gesundheitsausgaben schätzungsweise auf mehr als zwei Billionen US-Dollar – 2015 waren es noch knapp 1,7 Billionen. In Deutschland entspreche dies rund elf Prozent des Bruttosozial­produkts. „Damit die Kosten nicht überhandnehmen und die Anbieter profitabel arbeiten können, braucht es völlig neue Strategien, die das System deutlich smarter machen“, mahnte Deloitte.

Vor allem neue technische Möglichkeiten sollen die Versorgung der Zukunft ermöglichen. Sie erlaubten laut dem Beratungsunternehmen zum Beispiel einen Wechsel vom „Reparaturansatz“ zu präventiver Versorgung. Basis dafür seien Big-Data-Technologien und die Fähigkeit, diese Informationen adäquat auszuwerten und zu nutzen. Die Patienten lieferten Daten dabei auch über smarte, mobile Einheiten, sogenannte Wearables.

„Unternehmen könnten einige der neuen Zielstellungen der Gesundheitsversorgung erreichen, indem sie die Digitalisierung des Versorgungssystems vorantreiben. Zunächst erfordert das Schritthalten mit dem raschen technologischen Fortschritt voraussichtlich erhebliche Investitionen in (unter anderem) elektronische Patientenakten, E-Health/M-Health, Interoperabilität und Big Data“, schreiben die Deloitte-Autoren.

Dies ermögliche aber mittel- und langfristig unter anderem eine engere Patientenbindung. „Krankenhäuser können bei der Gesundheitsversorgung einen höheren Personalisierungsgrad erreichen, indem sie Patienten enger an sich binden und die Patientenerfahrung verbessern – mithilfe digitaler Lösungen zur Unterstützung des Zugangs zum Patienten auf allen Kanälen, darunter Kunden-Apps, Patientenportale, personalisierte digitale Informationspakete und Self-Check-in-Schalter“, so die Berater. © hil/aerzteblatt.de

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