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Guterres fordert sofortige Öffnung der Hilfskorridore in Syrien

Mittwoch, 7. März 2018

/dpa

New York/Moskau – Nach dem vorzeitigen Abbruch einer ersten Hilfslieferung für die Menschen in der belagerten syrischen Rebellenhochburg Ost-Ghuta hat UN-Generalsekretär Antonio Guterres eine „sofortige“ Öffnung der Hilfskorridore verlangt. Alle Konfliktparteien sollten den Lastwagen heute eine Rückkehr in die Stadt Duma ermöglichen, um die vorgestern unterbrochene Hilfslieferung „wie zuvor mit den syrischen Behörden vereinbart“ beenden zu können, erklärte Guterres in New York.

Guterres forderte einen „sicheren und ungehinderten Zugang für weitere Konvois, um wichtige Lieferungen für Hunderttausende bedürftige Menschen liefern zu können“. Ein erster Konvoi mit Lebensmitteln und medizinischen Hilfsgütern war vorgestern in den östlichen Vororten von Damaskus eingetroffen, hatte wegen Beschusses aber nur 32 von 46 Lastwagen entladen können. Die syrischen Behörden entfernten zudem einen Teil der medizinischen Hilfsgüter von den Lastwagen.

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Angesichts der anhaltenden Kämpfe in Syrien tritt der UN-Sicherheitsrat heute zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen, um Konsequenzen aus dem Scheitern der beschlossenen 30-tägigen Waffenruhe zu ziehen. Das Gremium hatte am 24. Februar nach langen Verhandlungen mit der Billigung Russlands eine Resolution verabschiedet, die eine 30-tägige landesweite Waffenruhe fordert, um Hilfslieferungen zu ermög­lichen und Verletzte zu bergen. Allerdings blieben zentrale Fragen zu ihrem Beginn und der Umsetzung ungeklärt.

Zwar verkündete Russland vergangene Woche eine tägliche mehrstündige Feuerpause für Ost-Ghuta und die Schaffung von „humanitären Korridoren“. Die Waffenruhe wurde jedoch nur zum Teil eingehalten.

Gestern teilte die russische Armee nach Angaben russischer Nachrichten­agenturen mit, der humanitäre Korridor sei von Zivilisten bislang nicht genutz worden, um die Stadt zu verlassen. Nun stehe er auch für Kämpfer mit ihren Familien offen. „Mitglieder illegaler bewaffneter Gruppen“ dürften dabei auch ihre eigene Waffe mitführen, sagte der russische Offizier Wladimir Solotuchin demnach. © afp/aerzteblatt.de

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