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Neues Zentrum in Gießen gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten

Freitag, 9. März 2018

Gießen – Das Land Hessen fördert in Gießen ein neues Zentrum gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten – die „Neglected Tropical Diseases“ (NTDs). 25 interdisziplinäre Arbeitsgruppen sollen darin neue Wirkstoffe, Impfstoffe und Diagnostika zur Bekämpfung der armutsassoziiertem und vernachlässigten tropischen Infektions­krankheiten erforschen.

Bei einer Auftaktveranstaltung überreichte der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) jetzt einen Bewilligungsbescheid über rund 18 Millionen Euro für die die kommenden vier Jahre. Das Land fördert das Zentrum im Rahmen der hessischen „Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“ (LOEWE).

„Dieser Neuzugang unter unseren LOEWE-Zentren beschäftigt sich mit einer hochrelevanten globalen Herausforderung“, sagte der Minister. Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit litten an vernachlässigten tropischen Infektionskrankheiten. Es gebe zu wenige oder gar keine wirksamen Medikamente. Bei vorhandenen Medikamenten träten oft Resistenzen und starke Nebenwirkungen auf. Genau dort setze das Forschungs­programm des LOEWE-Zentrums an.

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Partner der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen im LOEWE-Zentrum sind die Philipps-Universität Marburg, die Goethe-Universität Frankfurt, das Paul-Ehrlich-Institut Langen und die Technische Hochschule Mittelhessen.

Die Gesamtleitung und wissenschaftliche Kooperation liegt in den Händen von Katja Becker aus der Biochemie und Molekularbiologie der JLU und des stellvertretenden Sprechers Stephan Becker von der Philipps-Universität Marburg. „Es zeigt sich einmal mehr, dass internationale Spitzenforschung nur in einem funktionierenden Netzwerk gelingen kann“, sagte der JLU-Präsident Joybrato Mukherjee. © hil/aerzteblatt.de

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