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Ärzteschaft

Patientenbeauftragte zufrieden mit Terminservicestelle in Nordrhein

Donnerstag, 8. März 2018

Düsseldorf/Berlin – Im Dezember des vergangenen Jahres hatte die Patienten­beauftragte der Bundesregierung nach Testanrufen die Verfügbarkeit der Termin­service­stellen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) öffentlich infrage gestellt. Nach einem Besuch in Nordrhein zeigte Sie sich nun zufrieden.

Die KV Nordrhein (KVNO) habe schnell gehandelt, konstruktiv den Dialog gesucht und innovativ den Service verbessert, sagte Ingrid Fischbach (CDU) gestern. Bei einer zweiten Testanrufwelle im Januar 2018 sei die Erreichbarkeit „wie erwartet gut“ gewesen. Sie habe sich zudem davon überzeugen können, dass man die Terminservice­stelle dauerhaft so ausgestalten wolle, dass sie ihrer Aufgabe, Patienten zeitnahe Facharzttermine zu vermitteln, gerecht werden könne.

Der KVNO-Vorstand Frank Bergmann betonte, man lege großen Wert auf die Funktionalität der Terminservicestelle. Es bleibe dabei, dass man den gesetzlichen Auftrag zur Terminvermittlung erfülle, sagte er und verwies zugleich darauf, dass die Servicestelle ein aufwendiges und bei den Bürgern nicht sonderlich gefragtes Instrument sei. 2017 habe es in der KVNO rund 15.500 vermittelte Termine gegeben. Dies sei „angesichts von fast 70 Millionen Behandlungsfällen in Nordrhein pro Jahr eine sehr überschaubare Größe“, sagte Bergmann.

„Nach wie vor funktioniert die Terminvermittlung in akuten Fällen am besten durch die kollegiale Zusammenarbeit zwischen Haus- und Fachärzten“, erläuterte KVNO-Vize Carsten König. Die Patienten wollten in den meisten Fällen nicht irgendeinen, sondern einen bestimmten Arzt aufsuchen. Dafür speche auch die Ausfallquote von 15 Prozent an Terminen, die in Nordrhein trotz aufwendiger Vermittlung durch die Servicestelle nicht wahrgenommen würden und ungenutzt verfielen. © may/EB/aerzteblatt.de

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