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Ausland

Mississippi beschließt strengstes Abtreibungsrecht der USA

Freitag, 9. März 2018

Miami – Der US-Bundesstaat Mississippi hat am Weltfrauentag das strengste Abtreibungsrecht der USA beschlossen. Die Abgeordneten stimmten gestern für ein Gesetz, das einen Schwangerschaftsabbruch nach der 15. Woche verbietet. Bislang war eine Abtreibung bis zur 20. Schwangerschaftswoche möglich.

Ausnahmen sind bei gesundheitlichen Gefahren für die Mutter oder bei schweren Hirnproblemen des Fötus möglich, nicht aber bei Inzest oder Vergewaltigung. Der Gouverneur des konservativen südlichen Bundesstaats, der Republikaner Phil Bryant, muss das Gesetz noch unterzeichnen. Er hat bereits angekündigt, dies zu tun.

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Mississippi liegt im sogenannten „Bibelgürtel“, dem sehr stark christlich geprägten Südosten der USA. Die Bürgerrechtsgruppe ACLU rief Bryant dazu auf, den Gesetzestext nicht zu ratifizieren – und drohte mit juristischen Auseinandersetzungen, die „dutzende Millionen Dollar öffentlicher Gelder“ kosten würden. Das Gesetz werde armen, schwarzen und jungen Frauen schwer schaden.

Der Oberste Gerichtshof der USA hatte Abtreibungen 1973 in einem Grundsatzurteil landesweit legalisiert. Abtreibungsgegner versuchen in den einzelnen Bundesstaaten möglichst strikte Regelungen durchzusetzen. © afp/aerzteblatt.de

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