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Ärzteschaft

KBV fordert neue Finanzierungs­lösungen für medizinische Versorgung

Freitag, 9. März 2018

/PhotographyByMK, stock.adobe.com

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) will mit der neuen Bundesregierung über den steigenden Bedarf der Bevölkerung an medizinischen Leistungen sprechen. Das kündigte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen in einem Interview auf KV-on an. Dabei werde er auch die nötige Überarbeitung der entsprechenden Finanzierung thematisieren, versprach der KBV-Chef.

„Die Politik hat den Wunsch, den Patienten mehr Leistungen anzubieten. Die logische Konsequenz ist, dass endlich die leistungsfeindlichen Budgets abgeschafft werden“, erläuterte Gassen. Er erinnerte daran, dass die Honorarbudgets Anfang der 1990er-Jahre eingeführt worden seien – also zu einer Zeit, in der es aufgrund der schlechten Finanzlage der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) darum ging, den Ausbau von Leistungen zu begrenzen. Heute gebe es dagegen überhaupt keinen Grund mehr, „mit irgendwelchen fadenscheinigen Argumenten der Beitragssatzstabilität zu argumen­tieren“.

Gassen kündigte an, über diese und weitere Themen so schnell wie möglich mit dem künftigen Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) sprechen zu wollen. Keiner könne ernsthaft erwarten, dass Ärzte und Psychotherapeuten unbegrenzt immer mehr Leistungen anbieten, wenn auf der anderen Seite das Geld gedeckelt sei.

KBV-Vizevorstand Stephan Hofmeister wies darauf hin, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen und die KBV bereits „eine Menge konstruktiver Angebote und Lösungsvorschläge erarbeitet haben“. Ein Beispiel sei die Neuorganisation der ambulanten Notfallversorgung. Hier gebe es in den Regionen bereits viele gut funktionierende Angebote. © hil/sb/aerzteblatt.de

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