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Vermischtes

Patienten bemängeln, dass Ärzte sich zu wenig Zeit nehmen

Montag, 12. März 2018

/dpa

Düsseldorf – Die Bundesbürger sind mit der ambulanten Versorgung in Deutschland nicht rundum zufrieden. Insgesamt positiv wird das Gesundheitssystem dennoch bewertet, wie Ergebnisse des Healthcare-Barometers 2018, einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 1.000 Bürgern, zeigen.

Demnach bemängeln 45 Prozent der Befragten, dass der Arzt sich zu wenig Zeit für sie nehme. Das äußerten vor allem gesetzlich Versicherte mit 48 Prozent, während es unter den privat Versicherten nur 26 Prozent sind. Weitere Kritikpunkte sind mit jeweils 20 Prozent die Öffnungszeiten der Praxen und das Gefühl, vom Arzt und seinen Angestellten nicht ernst genommen zu werden.

Arzt wird um Rat gefragt

Insgesamt sind die Versicherten mit der Qualität des Gesundheitswesens aber zufrie­den. Für 59 Prozent gehört es zu den drei besten Systemen der Welt. Gegenüber der Vorjahresbefragung ist dieser Wert allerdings erkennbar gesunken: 2017 zählten 64 Prozent Deutschland zu den Spitzenreitern.

Vergleichsweise positiv beurteilen die Deutschen die Behandlung im Krankenhaus. 53 Prozent bewerten sie als „gut“ oder sogar „sehr gut“. Dieser Wert ist gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben. Bei der Auswahl des Hauses ziehen die Befragten in erster Linie ihren Hausarzt zurate, wie 61 Prozent bestätigen, oder holen sich Rat im Freun­des­kreis (42 Prozent). Immer mehr Bürger informieren sich aber im Netz – über die Homepage der Klinik oder über Bewertungsportale im Internet (jeweils 38 Prozent).

Das Leistungsangebot ihrer Krankenkasse stufen gesetzlich Versicherte etwas schlech­ter ein als Privatpatienten. So bestätigen 77 Prozent der gesetzlich Versicherten, dass sie alle notwendigen Leistungen bekommen, während unter den privat Versicherten 85 Prozent dieser Aussage zustimmen.

Kritisch begegnen die Deutschen den Pharmaunternehmen: Für 72 Prozent sind sie „auf Gewinnmaximierung ausgerichtete Unternehmen, die zulasten der Sozialkassen wirtschaften“, während lediglich 18 Prozent sie für Innovationstreiber halten. © kna/aerzteblatt.de

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