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Ausland

UNO benötigt fast eine Milliarde Dollar für Rohingya-Hilfen

Montag, 12. März 2018

Dhaka – Für die Versorgung der knapp eine Million Rohingya-Flüchtlinge im Südosten Bangladeschs werden nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) in diesem Jahr 950 Millionen Dollar (rund 770 Millionen Euro) benötigt. Angesichts des Ausmaßes der Krise sei dies eine „sehr legitime“ Forderung, sagte die UN-Beauftragte für Bangla­desch, Mia Seppo. Die Forderung könnte bei der anstehenden UN-Konferenz in Genf offiziell gestellt werden.

Im Oktober hatten die Länder 345 Millionen Dollar für die aus Myanmar geflüchteten Rohingya zugesagt. Die UNO hatte zu diesem Zeitpunkt erklärt, 434 Millionen Dollar zu benötigen, um die Versorgung der Menschen bis Februar zu gewährleisten.

Am dringendsten benötigt werden Nahrungsmittel, Unterkünfte sowie eine aus­reichende Gesundheitsversorgung. Angesichts der bevorstehenden Monsun-Saison müssen überdies schätzungsweise 100.000 Flüchtlinge in gefährdeten Gebieten umgesiedelt werden. Auch müssen Massenimpfungen vorgenommen werden.

Seit August flüchteten knapp 700.000 Menschen der muslimischen Rohingya-Minderheit vor dem gewaltsamen Vorgehen der Armee von Myanmar im Bundesstaat Rakhine ins benachbarte Bangladesch. Dort leben sie in völlig überfüllten Flücht­lingslagern.

Im November einigten sich Bangladesch und Myanmar auf den Beginn von Rück­führungen der Rohingya. Der Prozess geriet jedoch ins Stocken. Derzeit ist unklar, wann die Rückführungen beginnen sollen. © afp/aerzteblatt.de

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