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Ärzteschaft

Schmerzmediziner wollen sich gemeinsam für Facharzt für Schmerzmedizin einsetzen

Mittwoch, 14. März 2018

Berlin – Die Versorgung von Schmerzpatienten ist in Deutschland immer noch nicht ausreichend. Darauf haben die drei großen Schmerzgesellschaften in Deutschland – die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS), der Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland (BVSD) und die Deutsche Schmerzgesellschaft (DSG) hingewiesen. Auf dem 29. Schmerz- und Palliativtag vereinbarten die Verbände eine engere Zusammen­arbeit.

„Sich trotz aller Differenzen auf die Gemeinsamkeiten besinnen und unabhängig von Verbandsgrenzen für eine bessere Schmerzversorgung an einem Strang ziehen – das war jahrelang nicht möglich“, hieß es aus der DGS. Aber nun wollen die Verbände in einer gemeinsamen Initiative die Interessen der Schmerzpatienten und der Schmerzmediziner nachhaltiger vertreten.

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„Wichtig ist, dass wir trotz unserer unterschiedlichen Herangehensweisen nach außen hin mit einer Stimme sprechen und unsere gemeinsamen Ziele mit gebündelter Kraft verfolgen“, erklärte der neue DGS-Präsident Johannes Horlemann. Auch der Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft, Martin Schmelz, begrüßte den gemeinsamen Vorstoß. „Jeder Mensch hat das Recht auf eine angemessene Schmerzlinderung. Gemeinsam können wir die Herausforderungen meistern und die Schmerzversorgung verbessern“, betonte er.

Die dringendsten Aufgaben sind laut den drei Verbänden, die Schmerzversorgung in der Breite zu verbessern und den Nachwuchs und damit die Praxen durch eine attraktivere Gestaltung des Fachgebiets zu sichern. Dazu gehöre unter anderem, die Arbeit in dem Fachgebiet besser zu entlohnen, bürokratische Hürden bei Zulassungen und Prüfungen abzubauen und eine Bedarfsplanung einzufordern. „Die Sicherung der Bedarfsplanung funktioniert nur über den Facharzt-Status“, sagte der BVSD-Präsident Joachim Nadstawek. Ein solcher Facharzt könne auch die Zersplitterung in der Schmerzmedizin aufheben, betonte er. © hil/aerzteblatt.de

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