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Vermischtes

Gericht untersagt Jameda Veröffentlichung falscher Behauptung

Mittwoch, 14. März 2018

Hamm – Eine Zahnärztin aus Essen hat sich mit Erfolg gegen die negative Bewertung durch eine Patientin im Ärztebewertungsportal Jameda gewehrt. Das Portal darf nicht mehr an der Behauptung einer Patientin festhalten, die klagende Zahnärztin verzichte auf eine Aufklärung/Beratung, entschied das Oberlandesgericht (OLG) Hamm in einem gestern verkündeten Urteil.

Die Zahnärztin konnte demnach anhand ihrer Patientenunterlagen nachweisen, dass ihre Patientin, von der die Bewertung stammt, tatsächlich von ihr aufgeklärt worden war. Wenn insoweit von einer Aufklärung ausgegangen werden könne, sei die Bewertung auf dem Portal eine falsche Tatsachenbehauptung die Jameda nicht veröffentlichen dürfe, hieß es. © afp/aerzteblatt.de

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Avatar #737969
Dr. Peter Gorenflos
am Samstag, 17. März 2018, 12:01

Jameda korrumpiert die Ärzte-/Zahnärzteschaft der Bundesrepublik flächendeckend

Jameda nennt sich ein Arztempfehlungs-Portal, gibt sich als Arztbewertungs-Portal aus. In Wirklichkeit kombiniert es ein Werbe- mit einem Bewertungs-Portal. Hier gibt es zwei Kategorien von „Teilnehmern“: zahlende Kunden und nicht zahlende Zwangsteilnehmer, die auch nach dem aktuellen BGH-Urteil – laut Jameda – keine Profillöschung erzwingen dürfen. Nicht nur die große ZEIT-Statistik von Januar diesen Jahres mit 6.500 Fällen, auch beliebige Stichproben beweisen, dass zahlende Kunden besser abschneiden, dass sich unter den Kollegen mit sehr schlechten, existenzgefährdenden Bewertungen fast ausschließlich Zwangsteilnehmer befinden. Das ist unlauterer Wettbewerb in Reinform. Jameda korrumpiert die Ärzte- und Zahnärzteschaft der Bundesrepublik flächendeckend. Das ist so offensichtlich, dass die Frage nach der Zurückhaltung der Kammern laut und öffentlich gestellt werden muss. Die Vorsitzenden der BÄK und BZÄK, der Vorsitzende der KBV und der stellverstretende Vorsitzende der KZÄB sitzen – vermutlich hochdotiert - im Aufsichtsrat der Apobank, die seit 10 Jahren Top-Rankings von Focus-Money erhält. Diese einflussreiche Zeitschrift gehört zur Burdagruppe genauso wie Jameda. Es stellt sich also zwingend die Frage, ob es einen Deal hinter den Kulissen gibt, einen Interessenkonflikt!

Dr. Peter Gorenflos, Turmstrasse 73 in 10551 Berlin
Avatar #93082
Narkoleptiker
am Donnerstag, 15. März 2018, 09:17

Arztbewertungen sind sinnlos

Mittlerweile bin ich der Auffassung, dass die Bewertungsportale zwar nett sind, wenn man einen Arzt für eine bestimmte Fachrichtung sucht, doch die Bewertungen entweder viel zu gut oder viel zu schlecht sind.

Einmal sind viele Patienten viel zu unkritisch, da werden 1er verteilt, dass man sich fragt, warum der Arzt nicht schon zur Ehre der Altäre erhoben wurde oder aber es wird so kritisiert, dass die Frage entsteht, warum der Arzt überhaupt noch praktiziert.

Bei den negativen Bewertungen beobachte ich drei Verhaltensweisen der bewerteten Ärzte:
1.) sie tun so, als hätten sie nichts bemerkt
2.) es wird schnell wie ein Blitz für eine Löschung gesorgt
3.) sie bieten ein klärendes Gespräch an und geben auch ein Feedback, was passiert ist, es gab auch schon welche, die sich entschuldigt haben.

Fakt ist doch eines: Was im Sprechzimmer gesprochen wird, wenn man mit dem Arzt allein ist, kann man als Patient nicht beweisen. Wenn sich der Arzt gegen Behauptungen wendet, die der Bewerter nicht beweisen kann, dann ist es nicht möglich, dass in die Bewertung einfließen zu lassen.

Ich beobachte einige Ärzte bei Jameda, mit denen ich selbst schon das Vergnügen oder Mißvergnügen hatte. Bei einigen ist es ein reines 1er Konto, dass aber nur dadurch entsteht, dass die kritischen Bewertungen wenige Zeit nach Veröffentlichungen rausgenommen und der Patient um Nachweise gebeten wird. Die kann Patient i.d.R. nicht bringen und eine manchmal durchaus berechtigte Kritik geht verloren. Es wird das Prozessrisiko gescheut.

Solche Bewertungsportale nutzen einem nichts, sie sind schlichtüberflüssig. Um die Qualität einer Praxis und eines Behandlers einzuschätzen, sind sie untauglich.

M. e. müßte das ganze System überdacht werden. Ähnlich den Qualitätsberichten der Kliniken. Wieviele Beschwerden gab es? Behandlungsfehler? Prüfungen der Hygiene u.s.w. Welche Krankheiten wurden wie oft behandelt? Dann wäre das vielleicht noch aussagefähiger.

Soweit ein paar Bemerkungen aus Patientensicht.
LNS

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