Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Spahn will Digitalisierung zu einem Schwerpunkt machen

Donnerstag, 15. März 2018

Jens Spahn (links) und Hermann Gröhe /dpa

Berlin – Die Digitalisierung soll zu einem von drei Schwerpunkten in der Arbeit des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums (BMG) werden. Das hat der neue Bundesgesundheits­minister Jens Spahn (CDU) heute bei der offziellen Amtsübernahme von seinem Vorgänger Hermann Gröhe (CDU) betont.

Mit dem E-Health-Gesetz seien erste wichtige Schritte erfolgt, aber die Digitalisierung müsse dringend weiter ausgebaut werden, sagte Spahn. Es passiere „so wahnsinnig viel“ in dem Bereich, dass es richtig sei, einen stärkeren Fokus auf dieses Politikfeld zu legen. Er regte an, einmal im Quartal Start-ups ins BMG einzuladen, „um ein Gefühl dafür zu bekommen, was sich dort alles bewegt“.

Wartezeiten ein Aspekt

Als weiteres großes Thema bezeichnete Spahn die ambulante Versorgung. Das große Aufregerthema sei dabei, wie schnell gesetzlich Versicherte einen Termin beim Arzt erhielten. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Pflege, vor allem die Situation und die Arbeitsbedingungen von Pflegekräften. Spahn betonte aber auch, dass viele weitere kleinere Themen in der Gesundheitspolitik wichtig seien.

Der neue Minister ermunterte die Mitarbeiter im BMG heute dazu, mit ihm die an­stehenden Themen gemeinsam umzusetzen und kritisch zu diskutieren. „Was ich brauche, sind kontroverse Debatten“, sagte Spahn. Diese müsse man nicht öffentlich führen, sondern intern. Wichtig sei für ihn, andere Argumente zu kennen, um abwägen zu können.

Sein Vorgänger Gröhe machte vor den Mitarbeitern des Hauses unter großem Beifall deutlich, dass ihm der Abschied nicht leicht falle. Der 57-Jährige, der das Ressort in der vergangenen Legislaturperiode leitete, scheidet aus der Bundesregierung aus. Nach Informationen des Deutschen Ärzteblattes könnte er neuer stellvertretender Fraktions­vorsitzender der Unionsfraktion werden. Er könnte damit Sabine Weiss nachfolgen, die neue Parlamentarische Staatssekretärin im BMG ist.

Der Personalratsvorsitzende des BMG, Hans-Josef Marx, erinnerte Spahn heute an die Vorhaben der neuen Großen Koalition, die sachgrundlose Befristung von Arbeits­verhältnissen zur Ausnahme zu machen. Er forderte Spahn dazu auf, sich beim nächsten Personalhaushalt für mehr Stellen einzusetzen, damit sachgrundlose Befristungen auch im BMG „zur Ausnahme“ werden. So könnten die derzeit 61 befristet Beschäftigten im BMG „eine sichere Zukunftsperspektive“ bekommen. © may/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

24. April 2018
Berlin – Die Techniker Krankenkasse (TK) hat heute mit TK-Safe ihre bundesweite elektronische Gesundheitsakte (eGA) in Berlin vorgestellt. TK-Versicherte erhalten dadurch die Möglichkeit, ihre
Elektronische Gesundheitsakte der TK soll Mehrwert für Versicherte schaffen
24. April 2018
Erfurt – Die Lan­des­ärz­te­kam­mer Thüringen hat vor einem Flickenteppich bei berufsrechtlichen Regelungen zu Online- und Videosprechstunden für Mediziner gewarnt. Nötig sei eine weitgehend bundesweit
Landesärztekammer fürchtet Flickenteppich bei Fernbehandlung
23. April 2018
Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, das Verbot von ärztlichen Fernbehandlungen bei einem Erstkontakt zum Patienten – etwa per Video – aufzuheben. „Ich bin
Spahn spricht sich für Ausweitung der Fernbehandlung aus
19. April 2018
Berlin – Für das zweite und dritte Quartal zeichnet sich mehr Wettbewerb und Komponentenvielfalt im Markt rund um die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) ab. Anlässlich der diesjährigen Medizin-IT-Messe
Tele­ma­tik­infra­struk­tur: Markt für Komponenten kommt in Bewegung
19. April 2018
Bad Segeberg – Ärzte in Schleswig-Holstein sollen Patienten auch ohne vorherigen persönlichen Kontakt telefonisch oder per Internet beraten dürfen. Voraussetzung: Es muss medizinisch vertretbar sein.
Ärztekammer Schleswig-Holstein hebt Fernbehandlungsverbot auf
18. April 2018
Berlin – Der Einsatz digitaler Technik in der Pflege kann Pflegende und Patienten entlasten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage bei 1.000 Teilnehmern aus der Bevölkerung im Auftrag des Zentrums für
Digitale Technik kann Pflegende und Patienten entlasten
17. April 2018
Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat eine neue Initiative in der Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens in der Zeit nach der parlamentarischen Sommerpause angekündigt. Zur

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige