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Neues Institut in Köln untersucht Arzneistoffe für alternde Gesellschaft

Mittwoch, 21. März 2018

Köln – Eine neues interdisziplinäres Forschungsinstitut namens „InnovAGe“ („Innovative Arzneistoffe für die alternde Gesellschaft“) hat die Technische Hochschule (TH) Köln gegründet. „Der demografische Wandel verändert unsere Gesellschaft grundlegend, etwa weil bestimmte Krankheitsbilder deutlich häufiger vorkommen. Dazu gehören vor allem Tumore und Erkrankungen des zentralen Nervensystems“, erläuterte die Sprecherin des Instituts, Nicole Teusch von der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften der TH.

Sie betotne, im Forschungsinstitut InnovAGe suche man nach neuen Wirkstoffkandidaten oder nach alternativen Anwendungen für bereits entdeckte Arzneistoffe, um langfristig mehr Menschen im Alter eine hohe Lebensqualität zu ermöglichen und die Kosten für das Gesundheitssystem zu senken.

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Im Fokus sollen Wirkstoffe gegen Krebs und Neurodegeneration stehen. Für die Krebserkrankungen untersuchen die Wissenschaftler marine und pflanzliche Wirkstoffe, die Chemotherapien effizienter machen oder gegen aggressive metastasierende Krebsformen helfen könnten. Bei der Behandlung von neurodegenerative Krankheiten werden in InnovAGe vor allem Substanzen gesucht, die die neuronale Plastizität beeinflussen, also die Verknüpfungen zwischen einzelnen Nervenzellen des Gehirns verbessern und so die Lernfähigkeit erhöhen.

„Einen neuen Weg in der Forschung gehen wir durch die Einbindung der Informatik in Form des Forschungsgebiets Computational Intelligence. Künftig sollen die computergestützte Modellierung und Optimierung von Wirkstoffen eine wichtige Rolle spielen“, so Teusch. In einer Datenbank wird das Institut potenzielle und bereits untersuchte Wirkstoffkandidaten mit ihren biologischen Daten und Wirkungen systematisch erfassen. Dies soll Vorhersagen über mögliche Modifikationen und deren Einfluss auf die Wirksamkeit ermöglichen. © hil/aerzteblatt.de

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