NewsAuslandLebensmittelskandal in Südafrika fordert bislang rund 200 Tote
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Lebensmittelskandal in Südafrika fordert bislang rund 200 Tote

Freitag, 23. März 2018

/villorejo, stock.adobe.com

Genf – Die Verunreinigung von Fleischprodukten mit Listerien hat in Südafrika bislang fast 200 Tote gefordert. Jetzt hat sich die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) an 16 afrikanische Staaten gewandt, um sie bei der Vorbereitung und Reaktion auf den Listeriose-Ausbruch zu unterstützen.

Die südafrikanischen Gesundheitsbehörden haben kürzlich die Quelle des Ausbruchs als Fabrik in Polokwane, Südafrika, erklärt. Dies führte zu einem nationalen und internationalen Rückruf der Lebensmittel. Angesichts der potenziell langen Inkubationszeit der Listeriose und der Herausforderungen im Zusammenhang mit groß angelegten landesweiten Rückrufaktionen seien jedoch weitere Fälle zu erwarten, hieß es aus der WHO.

Anzeige

WHO-Programm für 16 Länder

Das WHO-Programm für Gesundheitsnotfälle, das Global Outbreak Alert and Response Network (GOARN), und das International Food Safety Authorities Network (INFOSAN) arbeiten mit den 16 Ländern zusammen, um ihre Fähigkeit zur Vorbereitung, Erkennung und Reaktion auf potenzielle Ausbrüche zu verbessern. 

Zu den unmittelbaren Maßnahmen gehören die Sensibilisierung für Listeriose, die Verbesserung der aktiven Überwachung und Labordiagnose, die Einrichtung von Krisenreaktionsteams sowie die Stärkung der Koordination und Notfallplanung. Experten wurden nach Südafrika, Lesotho und Swasiland entsandt, um diese Bemühungen zu unterstützen.

„Dieser Ausbruch ist ein Weckruf für die Länder der Region, ihre nationalen Systeme für Lebensmittelsicherheit und Krankheitsüberwachung zu stärken“, sagte Matshidiso Moeti, WHO-Regionaldirektor für Afrika. Die 16 Staaten, die die WHO unterstützt, sind Angola, Botswana, Demokratische Republik Kongo, Ghana, Lesotho, Madagaskar, Malawi, Mauritius, Mosambik, Namibia, Nigeria, Swasiland, Tansania, Uganda, Sambia und Simbabwe. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

16. Oktober 2019
Wiesbaden/Korbach – Der für die Lebensmittelüberwachung beim Wursthersteller Wilke zuständige Landkreis Waldeck-Frankenberg soll das Land Hessen in einem Fall nur unzureichend über Mängel in dem
Hessens Verbraucherschutzministerin räumt Unstimmigkeiten bei Wilke-Kontrolle ein
15. Oktober 2019
Berlin – Angesichts mehrerer Rückrufe wegen verunreinigter Lebensmittel will Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) mit den Ländern über Konsequenzen beraten. Bei einem Gespräch mit den
Bund-Länder-Treffen zu Lebensmittelsicherheit am 25. Oktober
15. Oktober 2019
Köln – Ein natürliches Antioxidans in grünem Tee, das multiresistente Pseudomonas-Aeruginosa-Bakterien in einer Studie angreifbarer macht, haben Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für
Antioxidans im grünen Tee könnte gegen Antibiotikaresistenz wirken
15. Oktober 2019
München – Die Zecken in Bayern haben in diesem Jahr bislang weniger Fälle von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen als noch im Vorjahr. Wie das bayerische Ge­sund­heits­mi­nis­terium mitteilte,
Weniger Fälle von Frühsommer-Meningoenzephalitis in Bayern
14. Oktober 2019
Berlin – Nach den jüngsten Skandalen um bakterienbelastete Wurst und Milch gibt es Streit um die Frage, wer die Verantwortung für eine konsequente Lebensmittelüberwachung trägt.
Scharfe Kritik an Klöckner nach Lebensmittelskandalen
11. Oktober 2019
Darmstadt – Im Skandal um mit Keimen belastete Wurst geht Hessens Verbraucherschutzministerin Priska Hinz (Grüne) von drei Todesopfern aus. Das wisse man seit gestern, sagte sie heute in Darmstadt.
Ministerin in Hessen geht von drei Todesfällen durch Listeriose aus
11. Oktober 2019
Berlin – Der derzeitige Ausbruch von Listeriose-Erkrankungen, an denen mindestens 37 Menschen erkrankt und 3 Patienten gestorben sind, begann bereits im Jahr 2014. Dies zeigen genetische
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER