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Internisten sichten und klassifizieren Gesundheits-Apps

Dienstag, 27. März 2018

Wiesbaden – Allein der App-Store von Apple bot am 5. Februar 2018 103.046 Apps in den Kategorien „Medizin“ und „Gesundheit und Fitness“. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) hingewiesen. „Nur wenige sind CE-zertifiziert, geschweige denn inhaltlich evaluiert. Das birgt, ganz abgesehen von Datenschutzaspekten, erhebliche Risiken für den Anwender“, warnt die Fachgesell­schaft.

Eine Ordnung in die nahezu unüberschaubare Masse von verfügbaren Gesundheits- und Medizin-Apps soll eine „Task Force Mobile Health“ der DGIM bringen. Ihr Anspruch ist, mobile Applikationen zu sichten, sie zu evaluieren und Ärzte und Patienten zu diesem Thema zu beraten. Die Arbeitsgruppe „mHealth“ der Medizinischen Hochschule Hannover unterstützt die Fachgesellschaft mit einer „semi-automatischen retrospektiven App Store Analyse (SARASA)“. 

Dieser Prozess umfasst drei Stufen. Bereits die erste Stufe mit einer Filterung auf die Primärkategorie „Medizin“, auf relevante Stichworte, auf deutschsprachige Apps und auf Apps, die in den vergangenen zwölf Monaten aktualisiert wurden, reduziert die Zahl auf 79. „Die richtige Wahl der Keywords und möglicher weiterer Parameter hat immense Auswirkungen auf das Filterergebnis“, berichtet die Gruppe.

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In Filterstufen zwei erstellt die Gruppe anhand formaler Kriterien und mit algorith­mischen Sprachzugehörigkeits-, Stimmungs-  und Textkomplexitätsanalysen eine Rangliste der im Filterschritt eins identifizierten Apps.

In Filterstufe drei werden die Apps entsprechend der in Stufe zwei erstellten Reihenfolge individuell beurteilt. 

„Die Filterstrategie erlaubt, eine überschaubare Zahl von Apps für eine tiefergehende Evaluation zu identifizieren“, berichtet die DGIM. Das weitere Prozedere bestehe nun darin, dass die Schwerpunktgesellschaften der Inneren Medizin Keywordlisten für die Filterstufe eins erstellen.

Die vorgeschlagene Vorgehensweise ist laut der DGIM nicht auf die Innere Medizin begrenzt. Andere Fachgesellschaften könnten sie durch Modifikation der Keywordwahl adaptieren. © hil/aerzteblatt.de

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