NewsVermischtesVerbraucherschützer fordern Kontrolle von Onlinehandel mit Nahrungs­ergänzungsmitteln
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Verbraucherschützer fordern Kontrolle von Onlinehandel mit Nahrungs­ergänzungsmitteln

Donnerstag, 22. März 2018

/pat_hastings, stock.adobe.com

Berlin – Verbraucherschützer fordern eine strengere Kontrolle des Onlinehandels mit Nahrungsergänzungsmitteln. „Strengere Regulierung des Marktes, häufigere Kontrollen und bessere grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Rechtsverfolgung sind überfällig“, erklärte Jessica Fischer von der Verbraucherzentrale Berlin.

Eine EU-weite Untersuchung hatte zuvor ergeben, dass im Netz Hunderte nicht zugelassene Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen sind. An der Mitte Februar veröffentlichten Untersuchung nahmen 25 Mitgliedsstaaten plus der Schweiz und Norwegen teil.

Anzeige

Sie überprüften im September 2017 fast 1.100 Internetseiten auf den Verkauf von vier neuartigen Lebensmitteln wie dem Appetitzügler Hoodia sowie Nahrungsergänzungs­mitteln, die medizinisch gegen Knochenbeschwerden helfen sollen.

Dabei fanden sie fast 800 Angebote, die so nicht in der EU verkauft werden dürfen. 428 der Angebote waren für neuartige Lebensmittel, 351 für Nahrungsergänzungsmittel, die eine medizinische Anwendung vortäuschen. 85 Prozent der Händler kamen aus der EU, 15 Prozent aus Drittstaaten wie den USA oder China.

Laut der Verbraucherzentrale ist es verboten, Nahrungsergänzungsmittel mit vorbeu­genden, lindernden oder heilenden Wirkungen zu bewerben. Sie fordert unter anderem ein öffentliches Verzeichnis aller zugelassenen Nahrungsergänzungsmittel, eine Meldestelle für unerwartete Wirkungen dieser Mittel sowie Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in den Produkten. © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #787436
afranke_ch
am Mittwoch, 25. September 2019, 14:13

Unliebsame Konkurrenz der Pharmaboys aus dem Weg räumen?

Guter Schachzug der Pharma-Industrie: Das Heilmittelwerbegesetz für eigene Medikamente schrittweise lockern und gleichzeitig freiverkäufliche Nahrungsergänzungsmittel durch gute Lobbyarbeit und überregulierte Gesetze sowie Verordnungen unter dem Deckmantel des Verbraucherschutzes aus dem Weg räumen. Höchstmengen sind im Vergleich zu den USA ohnehin schon auf Placebo Niveau und unerwartete Wirkungen, sind im Vergleich zu stoffwechseverändernde Medikamente lediglich Einzelfälle, wenn überhaupt. Brüssel spielt natürlich fleißig und zuverlässig mit!
Avatar #103970
DöringDöring
am Donnerstag, 22. März 2018, 21:37

Verbraucherschützer fordern Kontrolle von Onlinehandel mit Nahrungs­ergänzungsmitteln

Gesetz ist schon lange überfällig. Was den Patienten da alles versprochen wird ist schon stark.
LNS

Nachrichten zum Thema

26. Mai 2020
Berlin − Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren sind nach Ansicht der Stiftung Warentest überflüssig. Der Nutzen für einen Schutz vor Herzkreislauferkrankungen sei nicht ausreichend belegt, heißt es in
Stiftung Warentest hält Mittel mit Omega-3-Fettsäuren für überflüssig
21. April 2020
Berlin − Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln sowie Lebensmitteln mit Vitaminzusatz sollten aus Sicht der Bundesregierung EU-weit geregelt werden. Nationale
Klöckner für EU-weit einheitliche Vorgaben für Vitaminzusätze
19. Februar 2020
Berlin – Straftaten gegen das Personal in Notaufnahmen und den ärztlichen Notdienst sollen künftig härter bestraft werden. Das geht aus einem Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung des
Härtere Strafen bei Gewalt in Notaufnahmen geplant
21. Januar 2020
Bethesda – Zink und Folsäure sollen nicht nur bei Frauen die Fruchtbarkeit unterstützen. Auch für Männer werden diese Nahrungsergänzungsmittel zu diesem Zwecke angeboten. Die Rate an Lebendgeburten
Männliche Fertilität: Zink und Folsäure in Multicenterstudie ohne Effekt
2. Januar 2020
Bad Homburg – Werbung für Anti-Kater-Produkte hat in diesem Jahr für deutlich mehr Ärger bei der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs geführt. Insgesamt gab es 22 Beschwerden darüber, wie
Wettbewerbszentrale: Mehr Ärger um Anti-Kater-Produkte
19. November 2019
Düsseldorf – Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat bei der Medizinmesse Medica in Düsseldorf eine Handreichnung „Sicherheit von Medizinprodukten – Leitfaden zur Nutzung des
BSI stellt Leitfaden zur Cybersicherheit von Medizinprodukten vor
14. November 2019
Köln – Zwei Kölner Zahnärzte haben das Arzt-Bewertungsportal Jameda erfolgreich auf die Löschung ihrer Profile verklagt. Die ohne Einverständnis der Betroffenen angelegten Bewertungsseiten seien in
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER