NewsÄrzteschaftHausärzteverband unterstützt Quereinsteiger in die Allgemeinmedizin
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Hausärzteverband unterstützt Quereinsteiger in die Allgemeinmedizin

Freitag, 23. März 2018

/WavebreakMediaMicro, stock.adobe.com

Düsseldorf – Der Hausärztemangel ist kein alleiniges Problem ländlicher Regionen. Darauf hat der Hausärzteverband Nordrhein beim 17. Nordrheinischen Hausärztetag hingewiesen. In vielen Städten, zum Beispiel im Ruhrgebiet, gebe es bereits jetzt zu wenig allgemeinmedizinische Praxen.

„Wenn wir dauerhaft eine flächendeckende hausärztliche Versorgung sicherstellen wollen, brauchen wir breit angelegte Konzepte“, fordert der Verband. Dazu gehörten mehr Studienplätze, Änderungen bei der Studienplatzvergabe, Lehrstühle für Allgemeinmedizin und die bessere Verankerung der Allgemeinmedizin im Studium und in der praktischen Ausbildung.

Anzeige

Fortbildungskonzept für Quereinsteiger

Besonderes Augenmerk legt der Hausärzteverband Nordrhein nach eigener Darstellung auf die Förderung von Quereinsteigern in die Hausarztpraxen. In den nächsten Jahren werde die Konzentration bei den Krankenhäusern zu Fusionen und Schließungen von kleinen Kliniken führen.

„Schon jetzt denken viele Fachärzte in Kliniken über berufliche Veränderung nach“, so Funken. Der Verband biete ihnen umfangreiche Unterstützung an. Mit einem verbandseigenen Fortbildungskonzept wende er sich gezielt an Fachärzte, die den Quereinstieg in die allgemeinmedizinische Praxis anstrebten. Neben den gezielten Fortbildungen begleiteten Hausärzte die Quereinsteiger als Mentoren bei ihrer Arbeit und schulten sie individuell. 

Auf dem Hausärztetag hat auch Helmut Watzlawik, Leiter der Abteilung „Gesundheit“ im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, die zentralen Aufgaben der Landesregierung in der Gesundheitspolitik vorgestellt.

Die neue medizinische Fakultät in Bielefeld solle landesweiter Schwerpunkt für die Ausbildung von Allgemeinmedizinern werden. Jährlich würden in der laufenden Legislaturperiode 200 bis 300 Absolventen die Hochschule verlassen. Modellprojekte wie „Medizin neu denken“ in Siegen sollten ebenfalls die allgemeinmedizinische Ausbildung unterstützen.

Die Koppelung der Vergabe von Studienplätzen mit der Festlegung, sich als Landarzt niederzulassen, sei ein weiterer Baustein. Neben diesen mittel- bis langfristigen Maßnahmen diskutiere das Ministerium Zwischenlösungen. Dazu gehörten Erleichterungen für Fachärzte beim Quereinstieg in die Allgemeinmedizin und eine verkürzte Weiterbildung, so Watzlawik. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

15. April 2019
Dresden – Die SPD in Sachsen denkt über die Einrichtung und staatliche Förderung von Polikliniken als attraktives Angebot für junge Hausärzte nach. „Wir wollen deren Entstehung nicht der Frage
SPD in Sachsen für Polikliniken gegen Ärztemangel
12. April 2019
Stuttgart – Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) will beim geplanten Ausbau der Medizinstudienplätze den Bereich Allgemeinmedizin stärken. „Der Aufwuchs der Studienplätze
Baden-Württemberg will Allgemeinmedizin stärken
1. April 2019
Düsseldorf – Seit gestern werden Medizinstudienplätze in Nordrhein-Westfalen (NRW) über die Landarztquote vergeben. 145 Plätze stehen für das Wintersemester 2019/2020 zur Verfügung, wie das
Landarztquote: Bewerbungsverfahren für Medizinstudienplätze in NRW gestartet
1. April 2019
Frankfurt am Main – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen erwartet, dass die bis Anfang Juli vorliegende neue Bedarfsplanungsrichtlinie die Niederlassung von zusätzlichen Kinderärzten
KV Hessen will für zusätzliche Kinderarztsitze mehr Geld von den Kassen
29. März 2019
Berlin – Die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) hat angesichts eines zu langsamen Zuwachses an Ärzten in Deutschland den Ruf nach mehr Studienplätzen in der Humanmedizin erneuert. „Wir zehren seit Jahren von der
Der Ärztezuwachs reicht für die Versorgung nicht aus
28. März 2019
Dresden – Sachsens Ge­sund­heits­mi­nis­terin Barbara Klepsch (CDU) will Medizinstudierende auch mit einer Mindestaufwandsentschädigung für ihr Praktisches Jahr in den ländlichen Raum locken. Es gebe
Sachsens Ge­sund­heits­mi­nis­terin wirbt um Ärzte
26. März 2019
Berlin – Assistenzärzte in Deutschland üben scharfe Kritik an der Arbeitszeitorganisation in den Krankenhäusern. Das geht aus einer neue Umfrage des Hartmannbundes (HB) hervor. Darin gibt rund die
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER