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Medizin

Ketogene Diät: Effekt bei Tumorerkrankungen bisher nicht nachweisbar

Mittwoch, 28. März 2018

Gemüse, Obst, Fleisch und Fisch liegen auf einem Tisch, low carb, ketogene Diät/Kaspars Grinvalds, stock.adobe.com
Eine Alternative zur restriktiven ketogenen Diät stellt die modifizierte Atkins-Diät dar. Hier liegt der Fettanteil der Nahrung bei 60–65 % der benötigten Energie. /Kaspars Grinvalds, stock.adobe.com

München – Immer mehr Patienten mit urologischen Tumorerkrankungen setzen auf eine ketogene Diät ergänzend zur Therapie. In einer Übersichtsarbeit im Urologen konnte die kohlenhydratarme Ernährung jedoch nicht überzeugen (2018; doi: 10.1007/s00120-017-0563-5). Die Forscher von der Technischen Universität München (TU) kommen zu dem Schluss, dass prospektive randomisierte Studien, die eine Empfehlung rechtfertigen würden, fehlen.

Mit der nahezu zuckerfreien Ernährung erhoffen sich die Patienten, den Tumor aushungern zu können. In Studien erklären sich Forscher den Effekt mit 2 Hypothesen. Zum einen soll die ketogene Diät direkt das Tumorwachstum und die Metastasierung beeinflussen. Zum anderen soll sie die Chemotherapie unterstützen und die Toxizität der Chemotherapie reduzieren.

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Eine Übersichtsarbeit zu Tierversuchen konnte bereits zeigen, dass sowohl eine kohlenhydratarme als auch eine kohlenhydratfreie Ernährung das Wachstum der Tumorzellen bremst (Plos 2014). In der aktuellen Übersichtsarbeit wollten die Autoren prüfen, ob sich diese These auch auf den Menschen übertragen lässt.

Niedrigster Evidenzgrad

Die Forscher der TU München haben aus ursprünglich 506 Studien nur 9 mit gut 100 Krebspatienten ausgewertet. In 7 davon wurden die Mengen an Kohlenhydraten und Fetten in Prozent oder g/Tag genauer angegeben. Somit war sowohl die Diätform sehr heterogen als auch die Studienpopulation, die an verschiedenen Tumorentitäten litten. Bei 8 Studien handelt es sich um prospektive Fallserien, die nicht randomisiert wurden. Alle ausgewerteten Studien müssten nach den Kriterien des Scottish Intercollegiate Guidelines Network (SIGN) mit dem niedrigsten Evidenzgrad klassifiziert werden, geben die Autoren zu Bedenken.

Kein Überlebensvorteil, keine bessere Lebensqualität

Anhand der bisher publizierten Studien könne kein Überlebensvorteil mit einer ketogenen Diät nachgewiesen werden, heißt es im Fazit. Auch die Lebensqualität, die nur in einer Studie untersucht wurde, resultierte in keinem nachweisbaren positiven Effekt. Ebenso wenig ist es gelungen, die Reduktion der zytostatikainduzierten Toxizität zu belegen, da keine Kontrollgruppe untersucht wurde.

Die Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie (AUO) könne daher Krebspatienten keine ketogene Diät empfehlen. Sie plädiert sogar dazu, von einer kohlenhydratarmen Diät abzuraten. Zum gleichen Schluss kam schon die Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie (PRiO) der Deutschen Krebsgesellschaft aufgrund einer systematischen Literaturrecherche im Juni 2014. © gie/aerzteblatt.de

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Avatar #596770
RainerF
am Montag, 2. April 2018, 11:07

@MPeuser

Sehr geehrter Herr Peuser !!

Gestatten Sie mir einige Fragen zu Ihren Ausführungen:

>>Wie wir seit Prof. Dr. Otto Heinrich Warburg wissen, ist Krebs ein Sauerstoffmangel in den Zellen. <<
==> Stand der Wissenschaft vor fast 100 Jahren ?
>>… Steht schon in der Bibel auf Seite 1. <<
==> die Bibel, die sich schätze, als wissenschaftliche Quelle?
>> … wir mehr als 200 g tierisches Eiweiss pro Tag essen <<
==> 200gr Proteine, das wären ~800gr Rindfleisch oder Wurst, wer soll das täglich essen ?


Und warum erwähnen Sie, dass Sie Staatspreisträger in Brasilien sind?

Mit freundlichen Gruß

Rainer Fischer
Avatar #724084
MPeuser
am Donnerstag, 29. März 2018, 12:36

Diät bei Krebs

Wie wir seit Prof. Dr. Otto Heinrich Warburg wissen, ist Krebs ein Sauerstoffmangel in den Zellen. Wer verstopft die Sauerstoffzufuhr von den Kapillaren über das Interstitium zu den Zellen? Das ist unsere nicht artgerechte Ernährung. Unserer Darm ist sehr lang und geschaffen für die Verdauung von Obst, Gemüse und Samen. Steht schon in der Bibel auf Seite 1. Für die Verdauung von tierischen Eiweiss benötigt man einen kurzen Darm. Wenn wir mehr als 200 g tierisches Eiweiss pro Tag essen, kann unser Darm dies nicht verarbeiten und lagert den Überschuss im Interstitium ab. Wenn es dann zur dortigen Verstopfung kommt, bricht die Sauerstoffversorgung der Zelle zusammen, diese geht dann in die Zellgärung über. Diese erzeugt mehr Energie als die normale Sauerstoffversorgung, so dass sich die Zelle dann vermehrt vermehren kann und das ist Krebs!
Also im Krebsfall stets sofort für die Freilegung der 75 Billionen Interstitien sorgen, in dem man 3 Monate lang auf 7 Nahrungsmittel verzichtet: Fleisch, Fisch, Käse, Wurst, Milch, Jogurt und Eier.
Früher hatten die Menschen jedes Jahr im Winter 3 Monate gehungert und damit das abgelagerte tierische Eiweiss entfernt. Auch die Fastenzeit in der katholischen Kirche war segensreich. Heute hungert in der ersten Welt kaum einer und die Kirchen sind immer leerer und der Krebs nimmt immer mehr zu. Übrigens Butter ist kein tierisches Eiweiss und darf gegessen werden.
Wenn in jedem Interstitium z.B. 0,00000001 mg tierisches Eiweiss abgelagert ist, dann sind das bei 75 Billionen Zellen bereits 7,5 kg. Bei 0,00000005 mg sind das dann 37,5 kg. Übrigens das ist die Hauptursache vom heutigen Übergewicht der meisten Menschen.
Michael Peuser
Staatspreisträger in Brasilien
LNS

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