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Politik

Deutsche Krankenhaus­gesellschaft lehnt Zentralisierung ab

Montag, 26. März 2018

Berlin – Der Erhalt kleiner Krankenhäuser kostet nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) jährlich mindestens fünf Milliarden Euro zusätzlich. Die Bedingungen besonders von kleineren Häusern auf dem Land seien deutlich schwieriger geworden, sagte Verbandspräsident Gerald Gaß der Rhein-Zeitung. Deshalb sei nicht auszuschließen, dass weitere Klinikstandorte in Bedrängnis gerieten und sich die Frage stelle, ob Krankenhäuser schließen müssten.

Zur Finanzierung des jährlichen Anstiegs der Tariflöhne sei rund eine Milliarde Euro zusätzlich erforderlich. Das fehlende Investitionsvolumen belaufe sich auf jährlich rund drei Milliarden Euro. Hinzu kommt laut Gaß ein kalkuliertes Defizit von jährlich einer Milliarde Euro in der Notfallversorgung.

„Sicherlich ist nicht in jedem kleinen Ort ein Krankenhaus nötig, nur um diesen Raum attraktiv zu halten“, sagte Gaß. Eine Zentralisierung, wie es sie etwa in Dänemark gebe, halte er in einem Flächenland wie Deutschland allerdings für nicht gangbar. Zuletzt hatte die Krankenkasse AOK eine stärkere Spezialisierung und Zentralisierung der Krankenhäuser gefordert, um die Qualität der Behandlung zu erhöhen. © afp/aerzteblatt.de

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