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Hundert Hausärzte in Westfalen nehmen an Polypharmazieprojekt teil

Donnerstag, 29. März 2018

/Vladimir Zhupanenko, stock.adobe.com

Dortmund – Mit dem Modellprojekt „AdAM“ wollen die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) und die Barmer Hausärzte und Patienten beim Arzneimittel­management unterstützen. Nach intensiven Vorarbeiten wird das Projekt inzwischen in mehr als hundert westfälischen Hausarztpraxen umgesetzt, weitere sollen sukzessive folgen, wie KVWL und Barmer mitteilten.

„AdAM stärkt die Therapiekompetenz des Arztes und ermöglicht es, den Patienten besser zu beraten und sicher zu therapieren“, sagte KVWL-Chef Wolfgang-Axel Dryden. Dazu stelle eine eigens entwickelte Software die Medikation der eingeschriebenen Barmerpatienten übersichtlich dar. Per Mausklick ließen sich darüber Risikoanalysen durchführen, spezifische Hinweise zu Kontraindikationen und Optimierungs­mög­lichkeiten abrufen sowie aktuelle Rote-Hand-Briefe auflisten.

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„Vor allem aber sorgt AdAM für lückenlose Transparenz. Denn sämtliche Verordnungen aller beteiligten Ärzte, Facharztbesuche und Kranken­haus­auf­enthalte werden bei der Datenzusammenstellung berücksichtigt“, unterstrich Anke Richter, Hausärztin in Bad Oeynhausen und AdAM-Ärztin der ersten Stunde.

Voraussetzung zur Teilnahme am AdAM-Projekt ist, dass der Hausarzt einen Zugang zum geschützten Mitgliederportal der KVWL hat und eine ausreichende Zahl von Barmer-Versicherten mit Polypharmazie versorgt.

Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird mit circa 16 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses gefördert. Partner des Projekts sind neben der KVWL und der Barmer die Universitäten Köln, Frankfurt/Main, Bochum, Wuppertal und Bielefeld. Sie sorgen für die Evaluation der Projektergebnisse. © hil/sb/aerzteblatt.de

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