NewsÄrzteschaftPsychotherapeuten und Bosch BKK erweitern Selektivvertrag
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Psychotherapeuten und Bosch BKK erweitern Selektivvertrag

Mittwoch, 4. April 2018

Berlin/Stuttgart – Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) und Bosch BKK haben zum 1. April 2018 ihren bestehenden Selektivvertrag verlängert und an die aktuelle Psychotherapierichtlinie angepasst. Das haben DPtV und die Krankenkasse bekanntgegeben.

Zu den Neuerungen gehören Aufschläge bei der Vergütung für die psychothera­peutische Sprechstunde und die psychotherapeutische Akutbehandlung. Weiterhin wurden die verhaltenstherapeutische und tiefenpsychologisch fundierte Gruppen­psychotherapie als zuschlagsberechtigt mit in den Vertrag aufgenommen. Dies ermögliche den Therapeuten mehr Flexibilität und Gestaltungsspielraum bei der Behandlung, hieß es. 

Der bisherige Vertrag sah bereits Zuschläge für die probatorischen Sitzungen und die ersten zehn Sitzungen einer Kurzzeittherapie vor, zusätzlich einen Kooperationszuschlag und einen Zuschlag zur biografischen Anamnese. Die Selektivvertragsleistungen werden über die reguläre Quartalsabrechnung mit der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung (KV) abgerechnet und ausgezahlt.

Geregelt haben die Vertragspartner auch, dass Patienten mit dem Verdacht einer psychischen Beeinträchtigung oder Erkrankung in der Regel innerhalb von drei Wochen nach der ersten Kontaktaufnahme einen Termin für eine psychotherapeutische Sprechstunde erhalten. Benötigt der Patient darüber hinaus eine Akutbehandlung oder probatorische Sitzungen mit anschließender Kurzzeittherapie, beginnen diese innerhalb von drei Wochen nach der psychotherapeutischen Sprechstunde.

„Unsere Versicherten profitieren von dem Versorgungsangebot, da dieses einen früheren Therapiebeginn erleichtert“, erklärte Gertrud Prinzing, Vorständin der Bosch BKK. Michael Ruh, stellvertretender Bundesvorsitzender der DPtV, sprach angesichts der Verbesserungen von einer Sicherheit für die Therapeuten und der notwendige Flexibilität, ihre Patienten in angemessenem Rahmen behandeln zu können.

© may/EB/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

13. August 2018
Berlin – Ab Oktober müssen Terminservicestellen unter bestimmten Voraussetzungen auch Termine für probatorische Sitzungen bei Psychotherapeuten vermitteln. Zeitgleich tritt eine neue Version des
Per Terminservice zur psychotherapeutischen Probesitzung
3. August 2018
Osnabrück – Die Opferorganisation Weißer Ring fordert von den Krankenkassen eine flächendeckende Anerkennung und Kostenübernahme für Onlinetherapien. „Weite Bereiche in Deutschland sind
Weißer Ring: Krankenkassen sollen Onlinetherapien übernehmen
3. August 2018
Berlin – Ein neues Therapieangebot für Patienten mit bestimmten Angsterkrankungen hat die Charité in Berlin etabliert: Psychotherapeuten besuchen dabei Angstpatienten, die aufgrund der Schwere der
Psychotherapeuten besuchen Angstpatienten
24. Juli 2018
Berlin – Die FDP hat Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) Tatenlosigkeit bei der Verbesserung der Behandlung psychisch Erkrankter vorgeworfen. „Offenbar unternimmt Spahn nichts, um die
FDP kritisiert Spahn wegen mangelnder Hilfe für psychisch Erkrankte
10. Juli 2018
Stuttgart – Menschen mit seelischen Erkrankungen sollen in Baden-Württemberg möglichst am Wohnort behandelt werden können. „Die psychiatrische Versorgung verlagert sich immer mehr in die Gemeinde“,
Baden-Württemberg: Psychische Erkrankungen sollen zunehmend am Wohnort behandelt werden
6. Juli 2018
Berlin – Die Sozialpsychiatrie-Pauschale zur Behandlung von Kindern wird ab dem 1. Januar 2019 von bisher 163 Euro auf 186 Euro je Behandlungsfall angehoben. Darauf haben sich Kassenärztliche
Mehr Geld für sozialpsychiatrische Behandlung von Kindern
6. Juli 2018
Berlin – Menschen mit leichten und mittelschweren Depressionen profitieren von der Nutzung des Online-Selbsthilfeprogramms moodgym. Das hat eine randomisierte und kontrollierte Studie der Universität

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER