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Politik

Ausländische Pflegekräfte haben geringes Interesse an Deutschland

Donnerstag, 5. April 2018

/dpa

Düsseldorf – Ausländische Fachkräfte können den Pflegenotstand in Deutschland nicht lösen. Das zeigt eine Auswertung von Daten der internationalen Jobsuch­maschine Indeed von 2015 bis heute. Nach Angaben von Annina Hering von dem Suchportal ist die Nachfrage nach Pflegekräften in Deutschland innerhalb der vergangenen drei Jahre um 48,6 Prozent gestiegen. Die Suchen nach Stellen im Pflegebereich haben im selben Zeitraum aber nur um 12,8 Prozent zugenommen.

Zwar habe es seit Mitte 2017 ein Anstieg bei den Suchen gegeben (plus 17 Prozent), dies sei aber immer noch zu wenig, um den Bedarf zu decken. „Auch der Anteil an Suchanfragen aus dem Ausland nach Pflegejobs in Deutschland ist in den letzten Jahren gestiegen, hat aber weiterhin eine geringe Bedeutung“, berichtet Hering weiter. Ausländische Jobsuchende kämen hauptsächlich aus Österreich (15,9 Prozent), Bosnien und Herzegowina (11,9 Prozent) sowie der Schweiz (9,8 Prozent). Danach folgen Serbien (6,1 Prozent) und Polen (4,9 Prozent).

Jobsuchen aus dem Ausland müssten viel stärker zunehmen

Die Analysen basieren auf Stellenausschreibungen für Pflegekräfte sowie auf Suchen nach diesen Jobs für die Zeit von Januar 2015 bis Februar 2018. Als Jobs im Pflege­bereich hat Hering Berufe in der Gesundheits- und Krankenpflege, Fachkinder­pflege, Fachkinderkrankenpflege, in der operations-/medizintechnischen Assistenz und in der Altenpflege erfasst.

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„Um den Pflegenotstand zu beenden, müssten Jobsuchen aus dem Ausland viel stärker zunehmen, als es derzeit der Fall ist. Bereits englische Stellenausschreibungen könnten ausländischen Jobinteressenten die Suche erleichtern, wovon bisher im Pflegebereich nur selten Gebrauch gemacht wird“, sagte Hering. Die Analysen hätten darüber hinaus verdeutlicht, dass Suchanfragen aus dem Ausland nach Pflegejobs vermehrt aus Ländern kämen, die noch keine Mitglieder der Europäischen Union seien, wie Bosnien und Herzegowina oder Serbien. „Ein vereinfachter Eintritt dieser Fachkräfte aus nicht EU-Mitgliedsstaaten in den deutschen Arbeitsmarkt könnte weitere Pflegekräfte aus dem Ausland mobilisieren“, resümierte Hering.

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hatte Anfang April erklärt, dem Personalmangel in der Pflege auch mit Mitarbeitern aus dem Ausland entgegenwirken zu wollen. Nach der Auffassung von Pflegewissenschaftlern kann dies aber nur ein kleiner Baustein zur Behebung des Personalnotstands in der Pflege sein.

„Es ist ungeheuer kompliziert, Pflegekräfte im Ausland zu finden, sie in das deutsche Pflegesystem zu integrieren und – vor allem – sie auch langfristig zu halten“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung (DIP), Michael Isfort. Ihm zufolge ist das deutsche Pflegesystem im internationalen Vergleich „aktuell nicht konkurrenzfähig und scheint wenig attraktiv“.

Bezahlung und Sozialprestige seien im europäischen Vergleich eher schlecht. Ausgebildete und gut qualifizierte Pflegekräfte aus anderen Ländern gingen deshalb deutlich lieber nach Skandinavien, in die Beneluxstaaten, nach Österreich oder Großbritannien. Gleichwohl nahm Isfort Spahn in Schutz: „Notwendig ist ein ganzes Bündel von Maßnahmen, um mehr Pflegekräfte zu gewinnen. Das schließt die Rekrutierung im Ausland mit ein“, sagte er. © hil/aerzteblatt.de

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Practicus
am Dienstag, 10. Juli 2018, 22:05

Wer soll da kommen?

Wer sonstwo "Nursery" studiert hat, wird nicht in deutschen Kliniken und Altenheimen Patienten windeln und waschen - schon gar nicht für das bißchen, was dafür bezahlt wird und unter den bekannten Arbeitsbedingungen. Wer kommen will, sind Personen ohne Sprachkenntnisse mit fragwürdiger Qualifikation aus Nicht-EU-Ländern, die mit ihren Patienten nicht mal reden können...
bluedreams54
am Dienstag, 10. Juli 2018, 20:40

Astrid Schulze

?
bluedreams54
am Dienstag, 10. Juli 2018, 20:38

Gut so

Auch im Auskand hat es sich herumgesprochen: die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen,sind dank Ökonomisierung, in D sehr unschön. Leute aus dem Norden Europas könnten eh nicht gewonnen werden. Dahin wandern ja tlw selbst ältere Pfkegekräfte aus D aus. Was Besseres als den Tod findet man überall- frei nach den ' Bremer Stadtmusikanten'.
astridschulze@massai.dk
am Samstag, 7. April 2018, 00:38

Solange deutsche/deutschsprechende Frauen ....

...sich nicht fuers Arbeiten zu interessieren brauchen und das Steuersystem nicht veraendert wird (jeder wird fuer sich besteuert) - da da 'lohnt' sich in Deutschland eben der gutverdienende Ehemann und nicht die Arbeit fuer nichtakademisch ausgebildete Frauen.Natuerlich hat keiner Interesse deutsche Grammatik zu lernen, wenn der mittlere Osten, Australien, Neuseeland, Canada Englisch spricht. Deutschland ist kein Land fuer Abenteuerer und Weltenbummler - und will es ja auch garnichht sein - ausser fuer Kuenstler in Berlin
astridschulze@massai.dk
am Samstag, 7. April 2018, 00:37

Solange deutsche/deutschsprechende Frauen ....

...sich nicht fuers Arbeiten zu interessieren brauchen und das Steuersystem nicht veraendert wird (jeder wird fuer sich besteuert) - da da 'lohnt' sich in Deutschland eben der gutverdienende Ehemann und nicht die Arbeit fuer nichtakademisch ausgebildete Frauen.Natuerlich hat keiner Interesse deutsche Grammatik zu lernen, wenn der mittlere Osten, Australien, Neuseeland, Canada Englisch spricht. Deutschland ist kein Land fuer Abenteuerer und Weltenbummler - und will es ja auch garnichht sein - ausser fuer Kuenstler in Berlin

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