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Ärzteschaft

Ärzte fordern rauchfreie Autos für Kinder in Deutschland

Freitag, 6. April 2018

/aerogondo, stock.adobe.com

Köln – Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) fordert erneut rauchfreie Autos für Kinder in Deutschland. Hierzulande müsse – ebenso wie aktuell in Österreich – ein entsprechendes gesetzliches Verbot eingeführt werden, sagte BVKJ-Präsident Thomas Fischbach gestern. Hintergrund der erneuten Forderung: Wer in der Alpenrepublik rauchend mit Kind im Auto erwischt wird, dem drohen ab dem 1. Mai bis zu 1.000 Euro Bußgeld.

„Kinder haben ein Recht, vor den massiven Gesundheitsgefahren des Passivrauchens geschützt zu werden“, so Fischbach. Messungen des Deutschen Krebsforschungs­zentrums hätten ergeben, dass die Giftstoffbelastung durch Rauchen im Auto extrem hoch sei. Selbst bei leicht geöffnetem Fenster falle die Konzentration mancher toxischer Partikel teils fünfmal so hoch aus wie in einer durchschnittlichen Raucherkneipe.

„Tabakrauchbelastete Kleinkinder haben gegenüber unbelasteten Kindern ein um 50 bis 100 Prozent erhöhtes Risiko, an Infektionen der unteren Atemwege, an Asthma, Bronchitis oder Lungenentzündung zu erkranken“, warnte der Mediziner. Zudem könne Passivrauchen bei Kleinkindern zu Mittelohrentzündungen führen. Ferner leide der Geruchssinn, Herz und Kreislauf seien weniger leistungsfähig.

Auch das Risiko, an plötzlichem Kindstod zu sterben, werde durch Passivrauchen deutlich erhöht. „Es gibt also keinen Grund, jetzt nicht zu handeln: Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Passivrauchen im Auto muss endlich auch hier gesetzlich gesichert werden“, betonte Fischbach.

© kna/aerzteblatt.de

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