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Neuer Forschungs­schwerpunkt „Mikrobiom und Altern“ am Leibniz-Institut für Alternsforschung

Dienstag, 10. April 2018

Jena – Das Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) erhält vom Bund und dem Land Thüringen in den kommenden Jahren fünf Millionen Euro zusätzliche Mittel, um einen neuen Forschungsschwerpunkt zu „Mikrobiom und Altern“ aufzubauen. Einer entsprechenden Empfehlung des Senats der Leibniz-Gemeinschaft ist die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz gefolgt und hat die Sondermittel bewilligt.

Das FLI hatte sich bei seiner Institutsevaluierung 2016 bei der Leibniz-Gemeinschaft um diese Sondermittel beworben. „Das FLI kann damit sein internationales Profil im Bereich der Alternsforschung weiter schärfen“, sagte der wissenschaftliche Leiter des Instituts, Alfred Nordheim. Geplant sind die Einrichtung einer W3-Professur zusammen mit der medizinischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena und damit gleichzeitig einer Seniorgruppe am FLI. Zwei zusätzliche Juniorforschungsgruppen sollen ebenfalls am FLI etabliert werden.

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Als humanes Mikrobiom werden alle Mikroorganismen bezeichnet, die den Menschen besiedeln. Laut FLI gibt es vermehrt Hinweise darauf, dass die Zusammensetzung beteiligter Bakterienstämme sich im Alter ändert. Sie senden dann Signale in den Körper, die selbst zur Alterung und möglicherweise zur Krankheitsentstehung im Alter beitragen.

Die Interaktion zwischen Mensch und Mikrobiom wird von bakteriellen Stoffwechselsignalen und den entsprechenden epigenetischen Antworten in den Zielgeweben kontrolliert. Das FLI möchte mit dem neuen Forschungsprogramm das Altern des Mikrobioms und seine Auswirkungen auf das Altern des gesamten Organismus erforschen. © hil/aerzteblatt.de

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