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Hochschulen

Nach Amokfahrt in Münster: Uniklinik mobilisierte sofort 250 Mitarbeiter

Montag, 9. April 2018

/dpa

Münster – Nach der Amokfahrt in Münster am vergangenen Samstag hat die Universitätsklinik der Stadt den am Nachmittag ausgerufenen Krisenfall bereits am selbigen Abend für beendet erklärt. „Wir haben innerhalb kürzester Zeit 250 Mitarbeiter im Klinikum einsatzbereit gehabt und waren bereit, 15 Schwerstverletzte zu versorgen“, sagte Michael Raschke, Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie und stellvertretender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums. Er dankte den Mitarbeitern, die zum Teil bis tief in die Nacht im Einsatz waren.

Insgesamt haben die Mitarbeiter am Universitätsklinikum Münster neun verletzte Patienten versorgt. Zwei von ihnen wurden bereits am Sonntag entlassen. Drei Patienten schweben weiterhin in Lebensgefahr, teilte das Klinikum dem Deutschen Ärzteblatt am Montagnachmittag mit. Insgesamt waren bei der Tat am Samstag­nachmittag etwa 20 Menschen verletzt worden.

Die Blutbank der Klinik benötigt derzeit keine weiteren Spenden mehr. „Wir bedanken uns für die sehr große Bereitschaft der Münsteraner, schnell und unkompliziert Hilfe zu leisten“, so Raschke. Nach der Amokfahrt hatten sich vor der Blutspendezentrale Schlangen von Hilfswilligen gebildet, die für Blutspenden bereitstanden.

Der 48 Jahre alte Täter Jens R. war am Samstagnachmittag in der Altstadt von Münster mit einem Campingbus in eine Restaurantterrasse gerast. Nach der Amokfahrt hatte er sich in seinem Fahrzeug erschossen. Über die Hintergründe gibt es bisher wenig gesicherte Erkenntnisse. Heute wurde vermeldet, der Amokfahrer habe möglicherweise seinen beruflichen Niedergang als erfolgreicher Industriedesigner nicht verkraftet. © hil/afp/aerzteblatt.de

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