Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Europäische Forschungsplattform soll Entwicklung neuer Wirkstoffe voranbringen

Freitag, 13. April 2018

Berlin – Eine Forschungsinfrastruktur für die Entwicklung von neuen Wirkstoffen bauen sieben europäische Länder gemeinsam auf. Die „European Infrastructure of Open Screening Platforms for Chemical Biology“ (EU-Openscreen) ist eine Substanz­bibliothek in Berlin, die die über ganz Europa verteilten Fachkenntnisse und Ressourcen auf dem Gebiet der chemischen Biologie bündeln soll.

„Die Erforschung von natürlichen und synthetischen Wirkstoffen hat ein enormes Potenzial für die gesamten Lebenswissenschaften“, sagte Bun­des­for­schungs­minis­terin Anja Karliczek (CDU). Mit dieser gemeinsamen Infrastruktur bündele man das Wissen innerhalb Europas und gebe der Forschung an neuen Wirkstoffen eine neue Dynamik, um bessere Medikamente oder umweltverträgliche Pflanzen­schutzmittel zu entwickeln.

Die chemische Biologie sucht in den natürlich vorkommenden, biologisch aktiven Substanzen immer nach neuen pharmazeutischen Wirkstoffen. Bekannte Beispiele für etablierte Wirkstoffe sind Morphin oder Digitalis. Forscher sollen über die Substanzbibliothek Zugang zu einer umfangreichen Sammlung von Substanzen und zu einem breiten Methodenspektrum erhalten, die ihnen die Suche nach neuen Wirkstoffen erleichtern.

Geschäftsstelle und Substanzbibliothek von EU-Openscreen werden am Campus Berlin-Buch angesiedelt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung beteiligt sich an dem europäischen Projekt über einen Zeitraum von fünf Jahren mit rund 20 Millionen Euro.

Gründungsmitglieder sind neben Deutschland Finnland, Lettland, Norwegen, Polen, Spanien und Tschechien. In Deutschland beteiligen sich daran das Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie in Berlin, das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin, das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig und das Fraunhofer-Institut für Molekulare Biologie und Angewandte Ökologie in Hamburg. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

20. April 2018
Freiburg – Die Betaversion der neuen Cochrane Library ist online. Darauf hat Gerd Antes von der Cochrane-Deutschland-Stiftung, Universitätsklinikum Freiburg, jetzt hingewiesen. Die Vorschau ermöglicht
Betaversion der neuen Cochrane Library verfügbar
13. April 2018
Berlin – Ein unabhängiges Informations- und Meldeportal für Nebenwirkungen von Medikamenten in Deutschland, Österreich und der Schweiz soll künftig dazu beitragen, die Arzneimittelsicherheit zu
Nebenwirkungen von Medikamenten: Plattform soll Meldeprozess erleichtern
12. April 2018
Hannover – Nach Ansicht der Beschwerdestelle jugendschutz.net sollen Betreiber von Onlinediensten mehr gegen sexuelle Übergriffe auf Kinder und Jugendliche tun. „Firmen sollten ihre Dienste so
Experten wollen mehr Schutz gegen sexuelle Übergriffe im Netz
11. April 2018
Freiburg – Einen neuer Server namens „usegalaxy.eu“ hat die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in Betrieb genommen. „Galaxy“ ist eine Open-Source-Plattform für die Analyse von Big Data in den
Neue Open-Source-Plattform für die Analyse von Big Data in den Lebenswissenschaften
22. März 2018
Berlin – Verbraucherschützer fordern eine strengere Kontrolle des Onlinehandels mit Nahrungsergänzungsmitteln. „Strengere Regulierung des Marktes, häufigere Kontrollen und bessere grenzüberschreitende
Verbraucherschützer fordern Kontrolle von Onlinehandel mit Nahrungsergänzungsmitteln
21. März 2018
Berlin – Der Nutzen von Onlineangeboten zur Intervention ist bei einigen psychiatrischen Indikationen gut belegt. Bisher aber fehlen einheitliche Standards zu Qualität, Patientensicherheit und
Fachgesellschaft sieht Nutzen von Onlineinterventionen bei Depressionen und Angststörungen als gut belegt an
21. März 2018
Köln – Eine neues interdisziplinäres Forschungsinstitut namens „InnovAGe“ („Innovative Arzneistoffe für die alternde Gesellschaft“) hat die Technische Hochschule (TH) Köln gegründet. „Der

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige