NewsÄrzteschaftKV Bayerns erweitert Fördermöglichkeiten für Ärzte und Psychotherapeuten
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

KV Bayerns erweitert Fördermöglichkeiten für Ärzte und Psychotherapeuten

Mittwoch, 11. April 2018

/dpa

München – In unterversorgten und drohend unterversorgten Regionen Bayerns können künftig auch die Anstellung eines Arztes oder Psychotherapeuten sowie einer nichtärztlichen Praxisassistentin gefördert werden. Das hat die Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) Mitte März beschlossen, wie die KVB heute bekanntgab.

Demnach erhalten KVB-Mitglieder für Investitionskosten, die aufgrund der Anstellung eines Arztes beziehungsweise Psychotherapeuten entstehen, einen Zuschuss für ihre nachgewiesenen Ausgaben bis zu höchstens 15.000 Euro. Die Anstellung einer nichtärztlichen Praxisassistentin wird einmalig mit bis zu 1.500 Euro bezuschusst. Bisher war dieser Zuschuss auf die Beschäftigung einer hausärztlichen Versorgungs­assistentin sowie einer Präventionsassistentin in der Kinder- und Jugendmedizin begrenzt.

Anzeige

Mehr Anreize

Mit der Erweiterung der Fördermöglichkeiten will die KVB die vertragsärztliche Tätigkeit in förderfähigen Regionen noch stärker unterstützen und weitere Anreize setzen, in diesen Gegenden tätig zu werden.

Wie die KVB weiter mitteilte, bestehen derzeit in Oberfranken (Hausärzte: Hirschaid und Speichersdorf, HNO-Ärzte: Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge sowie Landkreis Lichtenfels, Augenärzte: Landkreis Kronach, Kinder- und Jugendpsychiater: Region Oberfranken-Ost), in Mittelfranken (Hausärzte: Ansbach Nord, Feuchtwangen, Dinkelsbühl und Wassertrüdingen; Hautärzte: Landkreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim) und in Unterfranken (Hausärzte: Lohr am Main, HNO-Ärzte: Landkreis Bad Kissingen), eine Reihe von förderfähigen Planungsbereichen.

Weitere förderfähige Regionen gibt es in der Oberpfalz (Hausärzte: Tirschenreuth), in Niederbayern (Hausärzte: Eggenfelden Nord und Vilsbiburg) und in Oberbayern (Hausärzte: Ingolstadt Süd und Moosburg a. d. Isar, Kinder- und Jugendpsychiater: Region Ingolstadt).

Die KVB engagiert sich seit Jahren mit verschiedenen Maßnahmen, um eine ärztliche Unterversorgung in Bayern zu verhindern. Seit 2014 konnten durch die finanzielle Förderung aus Mitteln des Strukturfonds in vier bayerischen Planungsbereichen eine bestehende Unterversorgung beseitigt und in 13 weiteren Planungsbereichen eine drohende Unterversorgung abgewendet werden, so die KVB. Dafür hatt die KV aus einem eigens mit den Krankenkassen eingerichteten Strukturfonds rund 6,2 Millionen Euro ausgeschüttet.

Mehr Informationen zu den Fördervoraussetzungen, den planungsbereichsbezogenen Förderprogrammen und den einzelnen Fördermaßnahmen gibt es online. © may/EB/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

20. Juni 2019
Schwerin – Der Landtag in Mecklenburg-Vorpommern hat sich im Kampf gegen den Ärztemangel mehrheitlich gegen weitere finanzielle Anreize ausgesprochen. Der Antrag der oppositionellen AfD,
Landtag in Mecklenburg-Vorpommern gegen Rückkehrprämie für Ärzte
18. Juni 2019
Potsdam – Auf der Suche nach jungen Landärzten bietet die Landesregierung in Brandenburg Medizinstudierenden künftig ein Stipendium von 1.000 Euro an, wenn sie sich für fünf Jahre zu einer Tätigkeit
Brandenburg bietet im Kampf um Ärztemangel Stipendien für angehende Landärzte
14. Juni 2019
Düsseldorf – Das von Ge­sund­heits­mi­nis­terium, Ärztekammern, Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und Krankenkassen in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr vereinbarte Programm zur Förderung des
Quereinstieg in die Allgemeinmedizin kommt in Nordrhein-Westfalen gut an
13. Juni 2019
Dresden/Stockholm – Die schwarz-rote Koalition in Sachsen ist uneins über die Finanzierung zusätzlicher Studienplätze in der Medizin. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) sieht derzeit keine
Koalitionsstreit in Sachsen um Finanzierung des Medizinstudiums
12. Juni 2019
München – In den kommenden Jahren soll es bayernweit doppelt so viele Angebote für Hospiz- und Palliativpatienten geben wie bislang – dieses Ziel hat sich Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml (CSU)
Bayern will Angebote für Palliativpatienten verdoppeln
11. Juni 2019
München – Das umstrittene Landespflegegeld in Bayern in Höhe von 1.000 Euro ist inzwischen fast 340.000-mal ausbezahlt worden. Insgesamt gebe es mehr als 345.000 Anträge, teilte Gesundheits- und
Mehr als 345.000 Anträge auf Landespflegegeld in Bayern
5. Juni 2019
München – In Bayern haben die Landesgesundheitsministerin Melanie Huml und der Heimat- und Finanzminister Albert Füracker (beide CSU) das Jahreskrankenhausbauprogramm 2019 freigegeben. Darin sind 120
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER