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Politik

Spahn ermahnt G-BA wegen Bedarfsplanung der Psychotherapie

Donnerstag, 12. April 2018

/Picture-Factory, stockadobecom

Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat sich für eine zügige Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung ausgesprochen. Er habe den Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) zu Reformen für eine bedarfsgerechte Versorgung im Sinne der Patienten aufgefordert, sagte Spahn den Zeitungen heute der Funke Mediengruppe. Durch eine Anpassung der Bedarfsplanung soll demnach der Bedarf besser abgebildet und eine flächendeckende, wohnortnahe Versorgung erreicht werden.

Hintergrund der Reaktion des Ministers ist dem Bericht zufolge unter anderem die Untersuchung der Bundes­psychotherapeutenkammer, die zeigt, dass Patienten im Schnitt fünf Monate auf den Beginn einer Therapie warten müssen.

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Pychotherapeuten für grundlegende Reform der Bedarfsplanung

Die Bundes­psycho­therapeuten­kammer (BPtK) fordert eine grundlegende Reform der psychotherapeutischen Bedarfsplanung, um die Wartezeiten auf eine Richtlinien-Psychotherapie deutlich zu verkürzen. Diese betragen nach der aktuellen Wartezeiten-Studie 2018, die die BPtK heute in Berlin vorgestellt hat, im bundesweiten Durchschnitt 20 Wochen.

Die Bundesregierung hatte in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen mitgeteilt, dass nach ihrer Kenntnis der G-BA mit der Vorlage des Gutachtens zur psychotherapeutischen Bedarfsplanung im zweiten Quartal 2018 rechne. Die anschließende Überarbeitung der Bedarfsplanung hänge vom Zeitpunkt der Abnahme des Gutachtens, den Auswertungen und den Umsetzungsmaßnahmen des G-BA ab.

Die Grünen im Bundestag riefen Spahn heute dazu auf dafür zu sorgen, dass die Reform der Bedarfsplanung „nicht um weitere Jahre verschleppt wird“. Wie deren Sprecherin für Gesundheitspolitik, Maria Klein-Schmeink, betonte, sei es „nicht zumutbar, dass psychisch erkrankte Menschen so lange auf eine Therapie warten müssen“. Die Grünen verlangten zusätzliche Kassenzulassungen für Psychotherapeuten. Patienten müssten zudem zu ihrem Recht einer Kostenerstattung für eine Therapie in einer Privatpraxis kommen, wenn sie bei zugelassenen Psychotherapeuten keinen schnellen Therapieplatz erhalten. © afp/aerzteblatt.de

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