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Vermischtes

Handlungsempfehlung für Fehlermeldesysteme in der ambulanten Versorgung vorgelegt

Freitag, 13. April 2018

/Photographee-eu, stockadobecom

Berlin – Berichts- und Lernsysteme (Critical Incident Reporting System, CIRS) sind bislang eher Anwendungen für Kliniken und größere Gesundheitseinrichtungen. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) hat jetzt in einem vom Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) unterstützten Projekts eine Handlungsempfehlung für den Ausbau dieser Systeme in der ambulanten Versorgung herausgegeben. 

CIRS zielen darauf ab, mithilfe von Mitarbeiterberichten Risiken, Fehler und kritische Ereignisse und deren Ursachen zu erkennen und gemeinschaftlich daraus zu lernen. „Solche Systeme sind bewährt und als integrativer Bestandteil des Qualitäts- und Risikomanagements in Einrichtungen des Gesundheitswesens anerkannt“, hieß es aus dem APS.

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„In der Regel verläuft die Versorgung nach Plan. Dennoch passieren manchmal Dinge, die nicht hätten passieren sollen und die, unter an­deren Umständen, hätten vermieden werden können“, erläuterte Hardy Müller, Geschäftsführer des APS. Zum Beispiel könnten bei der Kommunikation mit Erkrankten oder bei Untersuchungen Fehler auftreten.

Die neue Handlungsempfehlung richtet sich an Führungskräfte und interessierte Mitarbeiter in ambulanten Einrichtungen wie Einzel- und Gemeinschaftspraxen, die die Patientensicherheit stärken wollen. Die 40-seitige Empfehlung soll sie dabei unterstützen, ein internes Berichts- und Lernsystem einzuführen und zu betreiben. „Voraussetzungen für den Erfolg“, „In den Arbeitsalltag integrieren“ und „Mitarbeiter motivieren“ sind neben rechtlichen Hintergründen und Begriffsklärungen wesentliche Abschnitte in der Handlungsempfehlung.

Die Handlungsempfehlung soll in 400 Praxen evaluiert werden, steht aber bereits allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung. © hil/aerzteblatt.de

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