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Politik

60 klinische Studienplätze entstehen neu in Braunschweig

Donnerstag, 12. April 2018

/dpa

Hannover – Eine Absichtserklärung („Letter of Intent“) für mehr Medizinstudienplätze hat das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur gemeinsam mit der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und dem Städtischen Klinikum Braunschweig unterzeichnet. Konkret geht es darum, einen „Klinischen Campus Braunschweig der Universitätsmedizin Göttingen am Klinikum Braunschweig“ zu etablieren und so die Ausbildungskapazität der UMG zu steigern. 

„Mit der Unterzeichnung des ‚Letter of Intent‘ ist ein wichtiger Schritt zur Erfüllung des im Koalitionsvertrag festgehaltenen Vorhabens getan, zusätzliche Medizinstudien­plätze in Niedersachsen zu schaffen“, sagte Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU). Mindestens 60 Studierende pro Jahr sollen in Zukunft nach erfolgreichem Abschluss des ersten Studienabschnitts in Göttingen am Standort Braunschweig ihr klinisches Studium abschließen.

Mehr Vollstudienplätze

Heyo Kroemer, Sprecher des Vorstandes der UMG und Dekan der Medizinischen Fakultät, wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Universitätsmedizin ihre klinische Ausbildungskapazität in den vergangenen Jahren bereits um 50 Plätze erhöht habe. „Jetzt wollen wir über die Kooperation eine größere Zahl an weiteren, zusätzlichen Vollstudienplätze einrichten“, so Kroemer.

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Die UMG bildet nach eigenen Angaben pro Jahr 400 Studierende zu Ärzten aus. Traditionell sind die vorklinisch-theoretischen Kapazitäten in Göttingen höher als die klinischen. Studierende, die einen Teilstudienplatz haben, müssen die Universität nach der ersten ärztlichen Prüfung verlassen und ihre klinische Ausbildungszeit – zum Teil mit langer Wartezeit – an einem anderen Standort fortsetzen, in Zukunft etwa in Braunschweig. Dafür könnten sie dann in Göttingen eingeschrieben bleiben.

„Wir freuen uns sehr, künftig einen entscheidenden Beitrag bei der Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten in Niedersachsen leisten zu können. Dabei steht für uns die enge Verzahnung von Theorie und Praxis in unmittelbarer Nähe zu den Patienten im Fokus“, sagte Andreas Goepfert, Geschäftsführer der Städtisches Klinikum Braunschweig gGmbH. Der Studienbetrieb am Campus Braunschweig soll zum Wintersemester 2020/21 starten.

Die großen akademischen Lehrkrankenhäuser der Maximalversorger in Niedersachsen ab dem fünften Semester stärker in die klinische Lehre einzubinden, hatte unlängst die Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, Martina Wenker, vorgeschlagen. In Niedersachsen gut hierfür geeignet wären laut Wenker Krankenhäuser wie die Klinika Braunschweig, Oldenburg und Osnabrück, aber auch Bremen als akademisches Lehrkrankenhaus für Niedersachsen. © hil/aerzteblatt.de

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