Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Koalition will Benachteiligung älterer Krankenversicherter verhindern

Montag, 16. April 2018

/Stockfotos-MG, stockadobecom

Berlin – Gesundheitsexperten der Großen Koalition haben angekündigt, eine Diskriminierung älterer Versicherter durch die Krankenkassen gesetzlich zu unterbinden. Entsprechende Vorwürfe des Bundesversicherungsamts (BVA) am Wettbewerb der Kassen um junge Gesunde zulasten Älterer hält der SPD-Politiker Karl Lauterbach für berechtigt.

„Der Bericht offenbart einen Handlungsbedarf für den Gesetzgeber“, sagte er der Augsburger Allgemeinen. Die Politik müsse „das Genehmigungsverfahren für Bonusprogramme und Präventionsprogramme ändern“. Es sei stärker zu prüfen, ob diese Programme nicht nur den Jungen und Gesunden, sondern auch den sozial Schwachen mit Risikofaktoren sowie Älteren zugutekommen.

„Die Phantasie und Renitenz einiger Kassen, sich im Wettbewerb unfair und unverschämt Vorteile zu verschaffen, sind leider grenzenlos und verstoßen gegen das Solidarprinzip“, erklärte der Unionsfraktionsvize Georg Nüßlein (CSU). Er will noch schärfere Konsequenzen als Lauterbach. „Wir müssen als Gesetzgeber über schärfere persönliche Sanktionen gegen Vorstände der betroffenen Kassen nachdenken“, so Nüßlein.

Nach Angaben des Bundesversicherungsamtes versuchen viele Kassen, mit hohen Wechselprämien, Bonusprogrammen oder Angeboten zur betrieblichen Gesundheits­förderung junge Mitglieder anzulocken, während sie die Anträge älterer Patienten auf Rehamaßnahmen oder die Kostenübernahme bei Hilfsmitteln wie Hörgeräten, Rollatoren oder Krücken häufiger verweigern. © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

12. April 2018
Koblenz – Wenn Krankenkassen eine Geschäftsstelle schließen, müssen sie die Versicherten darüber informieren. Das entschied das Sozialgericht Koblenz nach einer Mitteilung von heute. Von Versicherten
Krankenkassen müssen über geschlossene Geschäftsstellen informieren
9. April 2018
Berlin – Auch Rentner sollen nach dem Willen der Bundesregierung ab Anfang 2019 weniger für ihre gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung bezahlen. Für sie werde die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung des
Auch Rentner müssen weniger für Kran­ken­ver­siche­rung bezahlen
4. April 2018
Köln – Krankenkassen nutzen Spielräume, die eigentlich die Versorgung verbessern sollen, vorrangig zur Akquise von möglichst gesunden Mitgliedern. Das geht aus einem heute erschienenen Sonderbericht
Krankenkassen nutzen Spielräume bevorzugt zur Akquise von Gesunden
3. April 2018
Saarbrücken – Der GKV-Spitzenverband hält gesetzlich Krankenversicherten für besser versorgt als Privatpatienten. In der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) gebe es „sehr hohe Anforderungen an die
GKV-Spitzenverband hält gesetzlich Versicherte für besser versorgt
20. März 2018
Kassel – Bundesversicherungsamt (BVA) und Aufsichtsbehörden der Länder dürfen und sollen Kriterien für Obergrenzen festlegen, wenn es um die Vergütung für Vorstände von Krankenkassen geht. Die
Aufsichtsbehörden müssen Vergütungsregeln für Krankenkassenvorstände nachbessern
9. März 2018
Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) will mit der neuen Bundesregierung über den steigenden Bedarf der Bevölkerung an medizinischen Leistungen sprechen. Das kündigte der
KBV fordert neue Finanzierungslösungen für medizinische Versorgung
26. Januar 2018
Berlin/Düsseldorf – Die Union will der SPD bei den Koalitionsverhandlungen Verbesserungen für gesetzlich Krankenversicherte anbieten. Der Verhandlungsführer für den Bereich Gesundheit, der

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige