NewsVermischtes185 psychosoziale Einzelberatungen für Opfer von DDR-Unrecht in Sachsen-Anhalt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

185 psychosoziale Einzelberatungen für Opfer von DDR-Unrecht in Sachsen-Anhalt

Montag, 16. April 2018

Magdeburg – Die psychosoziale Beratung für Betroffene von DDR-Unrecht wird aus Sicht von Sachsen-Anhalts Aufarbeitungsbeauftragter Birgit Neumann-Becker gut angenommen. Im vergangenen Jahr habe es 185 Einzelberatungen gegeben nach 114 im Jahr zuvor. Das Hilfenetz für Menschen, die noch heute akute psychische oder körperliche Folgen von DDR-Unrecht spüren, befinde sich weiter im Aufbau, erklärte Neumann-Becker in Magdeburg.

„Das Kompetenznetzwerk für psychosoziale Betreuung und Therapie ist auf nunmehr 96 Personen angewachsen. Das ist mir deshalb wichtig, weil wir Menschen in dem Flächenland ortsnah helfen können müssen“, sagte die Landesbeauftragte. Psychotherapeuten, Ärzte, Seelsorger seien im Netz verfügbar. Sie wüssten zu bestimmten Themen aus der DDR-Zeit Bescheid und würden fortgebildet.

Anzeige

Der konkreten Hilfe geht ein erstes Gespräch in Magdeburg voraus. „In einer Erstberatung können wir herausfinden, ob eher eine seelsorgerische Begleitung nötig ist oder eine ärztliche Beratung“, sagte die Landesbeauftragte.

Als Beispiel für Hilfebedürftige nannte sie Opfer von DDR-Staatsdoping oder ehemalige Heimkinder. Es könne sein, dass Betroffene auch Jahre nach den Geschehnissen Mühe haben, ihren Alltag zu absolvieren. Gesundheitliche Probleme, Schlafstörungen, Ängste könnten ebenso eine Rolle spielen. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

17. Oktober 2018
Berlin – Die Kostenerstattung von Psychotherapien bei approbierten Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, die in Privatpraxen arbeiten wird von Krankenkassen
Krankenkassen lehnen verstärkt Kostenerstattung von Psychotherapien in Privatpraxen ab
16. Oktober 2018
Magdeburg – Im Kampf gegen den Ärztemangel hat die Landesregierung Sachsen-Anhalt ihre Pläne für eine Landarztquote konkretisiert. Bis zu 20 Medizinstudienplätze pro Jahr sollen für angehende
Landarztquote soll Ärztemangel in Sachsen-Anhalt mildern
10. Oktober 2018
Berlin – Auf die Bedeutung psychischer Erkrankungen als Volkskrankheit hat die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) gestern Abend vor
Schweregradgestuftes sektorenübergreifendes Versorgungsnetzwerk für psychisch Kranke gefordert
9. Oktober 2018
Köln/Berlin/Wiesbaden – Bei der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen gibt es eine Reihe von Defiziten. Darauf haben Fachgesellschaften, Krankenkassen und Psychotherapeuten anlässlich
Verbände kritisieren Unter- und Fehlversorgung psychischer Erkrankungen
1. Oktober 2018
Berlin – Eine neue Regelung im aktuellen Kabinettsentwurf für das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) sorgte vor allem bei den Psychotherapeuten in der KBV-Ver­tre­ter­ver­samm­lung (VV) am Freitag
TSVG: KBV-Ver­tre­ter­ver­samm­lung gegen gesteuerte Zuweisung zu definierten Behandlungspfaden für psychisch Kranke
27. September 2018
Lübeck – Für internetbasierte Selbstmanagementinterventionen bei psychischen Störungen hat eine gemeinsame Arbeitsgruppe der psychiatrischen und psychologischen Fachgesellschaften (DGPPN und DGP)
Onlineangebote für psychische Störungen auf dem Prüfstand
26. September 2018
Berlin – Zur Verbesserung der Versorgung sieht der aktuelle Kabinettsentwurf für das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) vor, die Höchstgrenze für die Zulassung von Arztgruppen, bei denen
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER