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Promotionskolleg in Jena legt Schwerpunkt auf Altersmedizin

Dienstag, 17. April 2018

Jena – Ein Promotionskolleg mit dem Schwerpunkt Altersmedizin richtet das Universitätsklinikum Jena (UKJ) ein. Es bietet Medizinstudierenden die Möglichkeit, ein strukturiertes Ausbildungs- und Forschungsprogramm zu durchlaufen. Ziel des Kollegs ist, dass die Stipendiaten mit eigenen Forschungsarbeiten zu altersbedingten Störungen der Zell- und Organfunktion den Doktorgrad erlangen und ihnen der Karriereweg in die klinische Wissenschaft im Bereich der Altersmedizin eröffnet wird. Die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung fördert das Kolleg mit 750.000 Euro.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei laut UKJ auf der strukturierten Ausbildung und der wissenschaftlichen Qualität der Promotionsprojekte, die schon während des Studiums begonnen werden können. Die systematische Ausbildung umfasst drei Jahre, mit einer einjährigen Kernförderphase im zweiten Jahr, in der die Stipendiaten vom Studium freigestellt sind und sich ausschließlich ihrer Forschungs­arbeit widmen.

„Die drei Jahre nähern sich dem Aufwand für eine naturwissenschaftliche Doktorarbeit an“, betonte Otto Witte, Sprecher des Jena-Zentrums für Gesundes Altern und Direktor der Klinik für Neurologie am UKJ. Die einjährige Vorbereitungsphase könnten die Studierenden in die Lehrveranstaltungen der Neigungslinien des Jenaer Medizinstudiums integrieren, ebenso das Nachbereitungsjahr. Während der Förderung nehmen die Studierenden unter anderem an Methodenkursen und Seminaren speziell zur Altersmedizin teil.

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Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt in einer einwöchigen Spring School, in der sich Betreuer und künftige Doktoranden kennenlernen und gemeinsam ein Forschungsprojekt entwickeln. Die Themenschwerpunkte, die die beteiligten Arbeitsgruppen im Klinikum und im Leibniz-Institut für Alternsforschung anbieten wollen, reichen von den biologischen Mechanismen des Alterns von Zellen und Geweben über altersabhängige Erkrankungen bis hin zu Multimorbidität und altersabhängigen Therapien.

Jeder Doktorand erhält einen Mentor aus dem Forschungskolleg, der ihm bei der Formulierung seiner unmittelbaren persönlichen und beruflichen Ziele hilft und bei der Umsetzung unterstützt. 

Das Uniklinikum will den Forschungsnachwuchs in Jena halten. Nach ihrem Studienabschluss soll den Kollegiaten eine Assistentenstelle angeboten werden, sodass sie den eingeschlagenen Karriereweg als sogenannter Clinician Scientist in der Altersmedizin weiterverfolgen können. © hil/aerzteblatt.de

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