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Neues mikrobiologisches Forschungszentrum in Greifswald

Donnerstag, 19. April 2018

Greifswald – In Greifswald hat das neue Center for Functional Genomics of Microbes (C_FunGene) seine Arbeit aufgenommen. In den Laboren arbeiten rund 160 Wissenschaftler sowie Mitarbeitende an der Bekämpfung von Infektionskrankheiten, zur Umweltmikrobiologie und marinen Mikrobiologie. 

Ein Herzstück im C_FunGene sind laut dem Zentrum die in Greifswald etablierten Proteomtechnologien, die umfassende Proteinanalysen von Mikroorganismen, von menschlichen, tierischen und von Umweltproben ermöglichen. Wissenschaftler können damit unter anderem näher beleuchten, wie Mikroben sich an verschiedene Lebensräume anpassen.

„Weiterhin kann interdisziplinär die zunehmende Ausbreitung von antibiotikaresistenten bakteriellen Krankheitserregern untersucht werden“, hieß es aus dem Zentrum. So werden im Graduiertenkolleg 1870 der Deutschen Forschungsgemeinschaft die molekularen Mechanismen bakterieller Erreger von Atemwegsinfektionen untersucht, während Wissenschaftler im Rahmen des Verbundprojektes VacoME Impfstoffe gegen bestimmte bakterielle Krankheitserreger bei Mensch und Schwein entwickeln.

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Das C_FunGene wurde Mitte 2012 von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder als Forschungsbau von nationaler Bedeutung eingestuft. Finanziert wurde der rund 27 Millionen Euro teure Neubau jeweils zur Hälfte durch den Bund und das Land Mecklenburg-Vorpommern.

Für ihre Forschungen können die Wissenschaftler Labore der Sicherheitskategorien S1 bis S3 nutzen. Damit ist es möglich, an Modellorganismen, relevanten Umweltbakterien, aber auch an antibiotikaresistenten Krankheitserregern zu forschen. Es gelten darum für das gesamte Forschungszentrum hohe Sicherheitsstandards.

„Die räumliche Nähe von Mikrobiologen, Infektionsforschern, Proteomforschern und Bioinformatiker in diesem Zentrum bildet den Kern für Synergien und neue innovative Forschungsansätze“, begrüßte Sven Hammerschmidt, Abteilungsleiter Molekulare Genetik und Infektionsbiologie, die Eröffnung des Zentrums. © hil/aerzteblatt.de

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