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Ärzteschaft

Gesamtvergütung in Rheinland-Pfalz steigt um 2,4 Prozent

Mittwoch, 18. April 2018

/dpa

Mainz – Die Gesamtvergütung für die Honorare der niedergelassenen Ärzte in Rheinland-Pfalz steigt in diesem Jahr um 2,4 Prozent, das entspricht rund 30 Millionen Euro. Darauf haben sich die Kassenärztliche Vereinigung (KV) und die Krankenkassenverbände des Bundeslandes geeinigt.

Das Plus setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen: Der Orientierungswert steigt ohne die extrabudgetäre Leistungsentwicklung um 1,18 Prozent auf 10,6543 Cent. Das bedeutet rund 15 Millionen Euro zusätzlich. Auf Grund der veränderten Morbiditätsstruktur steigt die Gesamtvergütung um weitere 0,6363 Prozent – das bedeutet ein Plus von rund 8,04 Millionen Euro.

Weiterhin wird es auch in diesem Jahr einen Sondertopf zur Förderung fachärztlicher Strukturen und zur Stärkung der Versorgung im ländlichen Raum geben. Die Mittel dazu erhöhen sich von fünf Millionen Euro im Vorjahr auf 6,5 Millionen Euro. Darin enthalten ist laut KV auch die Finanzierung des organisierten Bereitschaftsdienstes mit rund 2,8 Millionen Euro.

Ebenfalls stellten die Krankenkassen eine Summe von 500.000 Euro bereit, um die Besuchsleistungen der nichtärztlichen Praxisassistenten von Hausärzten zu fördern. Daneben erhöhen sich die Wegepauschalen für 2018 um 1,18 Prozent und die Vergütung für die Schutzimpfungen wird um 2,97 Prozent angehoben. Zusammen ergibt dies das Gesamtplus von rund 2,4 Prozent.

„Mit Blick auf die gute finanzielle Situation bei den gesetzlichen Krankenkassen hatten sich die Ärzte erhofft, dass noch mehr Geld in die Versorgung fließt. Summa summarum konnten wir aber die Spielräume aus den Rahmenvorgaben des Erweiterten Bewertungsausschusses nutzen“, sagte Wolfgang Thomas, Leiter der Vertragsabteilung bei der KV Rheinland-Pfalz. © hil/aerzteblatt.de

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