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Neue Herzklappen-Einheit in Mainz

Freitag, 20. April 2018

Mainz – Das Zentrum für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz hat eine neue Herzklappen-Einheit (Heart Valve Unit, HVU) eröffnet. Alle relevanten Schritte im Zuge einer Herzklappenimplantation – von der Patientenaufnahme, über die Planung und intensive Nachbetreuung bis hin zur Entlassung der Patienten – erfolgen damit auf einer Station.

Aufgrund der steigenden Lebenserwartung leiden in Deutschland immer mehr Menschen an einem Herzklappenfehler. Meist handelt es sich dabei um verengte, verkalkte Aortenklappen oder eine Verschlussschwäche der Mitral- beziehungsweise Trikuspidalklappe. „Die Patienten sind in der Regel älter und haben meistens schwere Begleiterkrankungen, die eine intensive Überwachung insbesondere nach dem Eingriff erforderlich machen“, erläuterte der Direktor der Kardiologie I im Zentrum für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz, Thomas Münzel.

Ein Aufenthalt auf einer Intensivstation ist nicht mehr zwingend notwendig, weil die Heart Valve Unit über acht Intermediate-Care-Betten verfügt. Eberhard Schulz, Zentrum für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz

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Die minimal-invasiv behandelten Patienten könnten nach dem kathetergestützten Eingriff mit leichter Betäubung oder Vollnarkose umgehend auf die Heart Valve Unit verlegt werden, berichtete Ralph Stephan von Bardeleben, Oberarzt Interventionelle Herzklappentherapie mit Schwerpunkt Mitral- und Trikuspidalklappeneingriffe im Zentrum für Kardiologie.

„Ein Aufenthalt auf einer Intensivstation ist nicht mehr zwingend notwendig, weil die Heart Valve Unit über acht Intermediate-Care-Betten verfügt. Die Rahmenbedingungen sind also ideal, um Patienten direkt im Anschluss an eine Herzklappenimplantation optimal zu betreuen“, ergänzt Eberhard Schulz, der im Zentrum für Kardiologie die Durchführung von TAVI-Operationen verantwortet.

Die Klinik rechnet bereits in diesem Jahr mit mehr als 700 kathetergestützten Herzklappeneingriffen.      © hil/aerzteblatt.de

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