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Politik

Ethikrat arbeitet an Stellungnahme zur Pflege

Donnerstag, 19. April 2018

Berlin – Menschen in Pflegeeinrichtungen sind nach den Worten des katholischen Berliner Theologen und Ethikers Andreas Lob-Hüdepohl mit verschiedenartigen Zwängen und Ängsten konfrontiert. Die Behandlungsmaßnahmen erfolgten offiziell zum „Wohl“ der Betroffenen, oft aber gegen deren Willen, erklärte Lob-Hüdepohl bei einem Podium zum Thema „Zwang in der Pflege in Berlin. Der Deutsche Ethikrat arbeite derzeit an einer Stellungnahme zu diesem Problemfeld, so Lob-Hüdepohl, der selbst Mitglied in diesem Gremium ist.

Die Experten auf dem Podium, darunter die Grünen-Pflegeexpertin Kordula Schulz-Asche sowie die Pflegewissenschaftlerin Gabriele Meyer, nannten es einen „gewissen Fortschritt“, dass diese und andere Spannungsfelder in der Pflege inzwischen erkannt und thematisiert würden. Eine der Hauptursachen für Defizite in diesem Bereich sei der große Personalmangel.

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Um ein „ganzheitliches Pflegekonzept“ umzusetzen, das den Menschen ins Zentrum stelle, brauche es unbedingt eine bessere personelle Ausstattung und eine stärkere qualitative Kontrolle der Pflegeeinrichtungen. Diese Aufgabe stelle sich nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels, der erst am Anfang stehe.

Mit Blick auf die Situation klinge es gut, wenn Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) in einem ersten Schritt 8.000 neue Stellen im Pflegesektor schaffen wolle. Doch „völlig offen“ sei, woher das Fachpersonal für diese Stellen kommen solle. © kna/aerzteblatt.de

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