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Ärzteschaft

Zusätzliche Arztsitze für Pädiater und Kinder- und Jugendpsychiater in Berlin

Donnerstag, 19. April 2018

/zinkevych, stockadobecom

Berlin – Die ambulante kinderärztliche Versorgung in Berlin wird ausgebaut: Die Hauptstadt erhält acht neue Arztsitze für Pädiater und zwei zusätzliche Arztsitze für Kinder- und Jugendpsychiater. Darauf haben die Kassenärztliche Vereinigung (KV) der Stadt, die Krankenkassenverbände und der Berliner Senat gemeinsam hingewiesen. 

„Mich haben in der Vergangenheit viele Klagen von Eltern erreicht, die keinen Kinderarzt fanden. Berlin wächst, und auch der Babyboom hat zu Engpässen geführt“, sagte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD). Sie rechne damit, dass die zehn zusätzlichen Ärzte rund 15.000 Kinder und Jugendliche pro Quartal zusätzlich behandeln könnten.

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Engpässe sollen beseitigt werden

„Das wird die ambulante Versorgung in den bisher schlechter ausgestatteten Bezirken spürbar verbessern“, so Kolat. Die Gesundheitssenatorin lobte die gemeinsame Selbstverwaltung von KV und Kassen, die im Dialog auf die Engpasssituation reagiert hätten. „Es bleibt weiter unsere gemeinsame Aufgabe, die Gesundheitsversorgung in Berlin noch weiter zu verbessern“, so die Gesundheitssenatorin.

Geplant sind im Bezirk Neukölln drei neue Vertragsarztsitze für Pädiater. Reinickendorf soll zwei neue Sitze erhalten, die Bezirke Marzahn-Hellersdorf, Spandau und Treptow-Köpenick jeweils einen. Zusätzlich wurde den Bezirken Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick je eine Zulassung für Kinder- und Jugendpsychiater zugesprochen.

„Auch wenn die Versorgung für Kinder und Jugendliche im gesamten Berliner Versorgungsbereich auf einem hohen Niveau ist, haben wir in einigen Bezirken Engpässe festgestellt, die sich zum Beispiel auf hohe Geburtenraten oder die soziale Situation zurückführen lassen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir uns im nächsten Schritt gemeinsam auf die Bezirke einigen konnten, in denen zusätzliche Zulassungen für Entlastung sorgen werden“, teilen die KV Berlin und die Kranken- und Ersatzkassen und deren Verbände mit.

Die zehn zusätzlichen Vertragsarztsitze werden zum 1. Mai 2018 im Mitteilungsblatt und auf der Homepage der KV Berlin ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist endet am 18. Mai. Danach entscheidet der Zulassungsausschuss der KV Berlin – bestehend aus Vertretern der Ärzte und der Krankenkassen –, welche Ärzte den Zuschlag erhalten. Wann die Praxen eröffnen, steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht fest, weil dabei laut KV und Kassen verschiedene Faktoren eine Rolle spielten, zum Beispiel die Suche nach geeigneten Praxisräumen. © hil/aerzteblatt.de

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