Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Fersenschmerz: Extrakorporale Stoßwellentherapie zukünftig ambulant einsetzbar

Donnerstag, 19. April 2018

/Dan Race, stockadobecom

Berlin – Mit der extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT) steht Patienten mit Fersenschmerz bei plantarer Fasciitis zukünftig eine weitere ambulante Behandlungsoption zur Verfügung. Das hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) heute nach Durchführung einer Methodenbewertung beschlossen.

„Der G-BA konnte den ursprünglich ausgeschlossenen Einsatz der ESWT bei der Indikation des Fersenschmerzes bei plantarer Fasciitis auf aktueller wissenschaftlicher Grundlage neu bewerten“, erklärte Harald Deisler, unparteiisches Mitglied im G-BA und Vorsitzender des Unterausschusses Methodenbewertung, anlässlich der Plenumssitzung.

Die ESWT darf laut G-BA zukünftig zulasten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) eingesetzt werden bei Patienten, bei denen der Fersenschmerz die gewohnte körperliche Aktivität über mindestens sechs Monate eingeschränkt hat und während dieser Zeit unterschiedliche konservative Therapieansätze sowie Maßnahmen wie Dehnübungen und Schuheinlagen ohne relevante Beschwerdebesserung angewandt wurden. Der Einsatz der ESWT könne als zusätzliche Maßnahme dazu beitragen, einen operativen Eingriff zu vermeiden, hieß es.

Pro Krankheitsepisode kann die ESWT für jeden betroffenen Fuß in maximal drei aufeinanderfolgenden Sitzungen angewendet werden. Wissenschaftliche Anhaltspunkte für einen Nutzen von mehr als drei Sitzungen pro Behandlungszyklus haben sich in der Auswertung der Studienlage nicht ergeben, so der G-BA. Um die Behandlungsqualität sicherzustellen, hat der G-BA festgelegt, dass die ESWT nur von Fachärzten für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie von Fachärzten für Physikalische und Rehabilitative Medizin erbracht werden darf.

Der Beschluss wird dem Bundesministerium für Gesundheit zur Prüfung vorgelegt und tritt nach erfolgter Nichtbeanstandung und Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft. Über die Vergütung muss zunächst noch der Bewertungsausschuss entscheiden. Die Leistung kann erst danach abgerechnet werden. © may/EB/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

16. Mai 2018
Berlin – Schmerz stellt ein häufiges Problem in der älteren Bevölkerung dar. Sein Anteil werde bei in Einrichtungen der stationären Altenhilfe wohnenden Personen international mit bis zu 80 Prozent
Leitlinie soll Schmerzerfassung von Altenheim-Bewohnern verbessern
15. Mai 2018
Um Schmerzen zu lindern, erhalten Patienten im Krankenhaus Opioidarzneimittel als intravenöse Injektion, oral oder subkutan. /Opioid Victor Moussa, stock.adobe.com New Haven – Mit einem neuen Standard
Alternativen zur intravenösen Opioidgabe könnten deren Verbrauch in den USA senken
15. Mai 2018
Stuttgart – Mehr gesamtgesellschaftliche Anstrengungen gegen die „Volkskrankheit chronischer Schmerz“ fordert die Deutsche Schmerzgesellschaft. Sie regt daher – schon seit Längerem – einen Aktionsplan
Fachgesellschaft stellt Forschungsagenda für Schmerzmedizin vor
29. April 2018
Pittsburgh – Die freizügige Verordnung von Opioiden durch US-Zahnärzte war nicht nur gefährlich, weil sie die derzeitige Opioid-Epidemie gefördert hat. Sie war auch unnötig, da nicht-steroidale
Zahnschmerzen: NSAID und Paracetamol wirksamer als Opioide
27. April 2018
Berlin – Neue Hinweise auf Schmerzmittel-Packungen sollen nach Plänen von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn stärker vor einer zu langen Einnahme warnen. Der CDU-Politiker sagte dem Focus, er wolle
Neue Hinweise sollen vor zu langer Schmerzmitteleinnahme warnen
18. April 2018
Brüssel – Eine ausführliche Schulung, die Patienten mit chronischen Rücken- und Nackenschmerzen die neurologischen Grundlagen ihrer Erkrankung erläutert, hat zusammen mit einem kognitiven Training in
„Schmerzedukation“: Kann Einsicht spinale Schmerzen lindern?
16. April 2018
Berlin – Ärzte benötigen seit diesem Monat einen Herstellernachweis über die korrekte Aufbereitung ihrer Endosonografiesonden, um von ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV) eine Genehmigung für die

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige