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Vorsorge für Mütter und Väter: Neues Formular und Vergütung

Freitag, 20. April 2018

/Eisenhans, stockadobecom

Berlin – Die Verordnung medizinischer Vorsorge für Mütter und Väter wird zum 1. Oktober bundesweit vereinheitlicht. Darauf hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hingewiesen. Diese Verordnungen erfolgen dann über ein neues Formular 64. Zudem erhalten Ärzte für die Verordnung künftig eine Vergütung.

„Damit verringert sich für Ärzte der Aufwand, der bisher mit Vorsorgeverordnungen verbunden ist“, sagte KBV-Vorstandsmitglied Thomas Kriedel. Denn aktuell gebe es viele unterschiedliche Formulare, die den Patienten von ihren Krankenkassen oder Anbietern der Vorsorgeleistungen, zum Beispiel dem Müttergenesungswerk, zur Verfügung gestellt werden.

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Diese Formulare können meist jedoch nicht per Praxisverwaltungssoftware (PVS) ausgestellt werden und umfassen oftmals drei Seiten und mehr. Das nun vereinbarte Formular 64 vereinfacht das Verordnungsverfahren laut KBV maßgeblich. Es gilt für alle Patienten und kann per Praxisverwaltungssoftware oder per Blankoformularbedruckung ausgestellt werden.

Praxen können das neue Formular im dritten Quartal erstmals über ihre reguläre Formularbestellung erhalten. Die Formulare werden ab 1. Oktober auch in den Praxisverwaltungssystemen hinterlegt sein. Die Verordnung ist laut KVB allerdings nur durch Vertragsärzte möglich, Vertragspsychotherapeuten dürfen Vorsorgeleistungen für Mütter und Väter nicht verordnen. Das Ausstellen des Formulars 64 können Vertragsärzte mit 22,37 Euro abrechnen. Dazu wird die neue Gebührenordnungsposition (GOP) 01624 in den EBM aufgenommen.

Gleichzeitig wird im Zusammenhang mit der medizinischen Vorsorge für Mütter und Väter zum 1. Oktober ein weiteres Formular eingeführt: das Formular 65 „Ärztliches Attest Kind“. Es kommt dann zum Einsatz, wenn bei einer Vorsorgeleistung der Mutter oder des Vaters ein Kind dabei ist, das mitbehandelt werden muss. Der KBV zufolge ist für das Ausstellen des Formulars 65 die GOP 01622 berechnungsfähig. Sie ist mit 83 Punkten bewertet, was 8,84 Euro entspricht. © hil/sb/aerzteblatt.de

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