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Medizin

Masern: Europa hat Impflücken bei Kindern und Teenagern

Mittwoch, 25. April 2018

/dpa

Stockholm – Bis zu 80 Prozent aller Teenager und jungen Erwachsenen, die im letzten Jahr an Masern erkrankt sind, waren nicht geimpft. Dies geht aus einem Surveillance-Report des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krank­heiten (ECDC) hervor. Neben den Masern haben sich sich die Röteln zuletzt ausge­breitet. Deutschland gehört on beiden Fällen zu den Ländern mit den meisten Erkrankungen.

In der Europäischen Union (EU) und den Ländern des europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sind im letzten Jahr (mindestens) 14.600 Kinder an Masern erkrankt und 37 daran gestorben. Außerdem wurden 696 Röteln-Erkrankungen gemeldet. Die meisten Masern-Erkrankungen gab es in Rumänien (5.608), gefolgt von Italien (5.098), Griechenland (967) und Deutschland (929). Die meisten Röteln-Erkrankungen wurden in Polen (496), Deutschland (73), Italien (67) und Österreich (39) registriert.

In Rumänien hatte die Epidemie bereits 2016 begonnen, sie setzte sich im ersten Halbjahr 2017 fort. Danach ebbte die Epidemie ab. Zur gleichen Zeit stiegen die Erkrankungszahlen in Griechenland stark an. In beiden Ländern erkrankten vor allem Kinder. In Italien traten die meisten Infektionen bei Jugendlichen und Erwachsenen auf, von denen 2 Drittel über 20 Jahre alt waren. Es waren vor allem Personen, die als Kinder nicht geimpft worden waren. 

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Die ECDC führt dies auf die seit der Einführung der Impfung im Jahr 1976 niedrige Impfquote in Italien zurück. Mit den Jahren habe sich eine größere Gruppe von nichtimmunisierten Personen gebildet, in der die Epidemie Fuß fassen konnte. Zu den Leidtragenden gehörten die Kinder unter einem Jahr, die noch vor dem ersten Impftermin erkrankten. In dieser Gruppe ist die Sterblichkeit am höchsten. Von den 37 Todesfällen traten 26 in Rumänien, 4 in Italien, 2 in Griechenland und jeweils einer in Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Portugal und Spanien auf.

Laut ECDC erreichen derzeit nur 7 von 29 EU/EWR-Ländern (aus denen Daten vorlagen) die für die Eliminierung der Masern erforderliche Durchimpfungsrate von 95 % der Kinder, die auch die 2. Dosis des masernhaltigen Impfstoffs erhalten haben müssen. Lediglich in 8 von 30 EU/EWR-Ländern (aus denen Daten vorlagen) erhielten mehr als 95 % der Kinder die erste Dosis des Impfstoffs. 

Vor diesem Hintergrund dürfte eine erneute Epidemie nur eine Frage der Zeit sein. Zuletzt hatte es 2010/11 in Europa eine Masernepidemie gegeben. Damals lagen die Erkrankungszahlen noch höher als 2016/17. Ein erneuter Ausbruch ist wahrscheinlich, solange es noch Länder mit endemischer Übertragung gibt. Dazu gehören derzeit Belgien, Frankreich, Italien und Rumänien.

Da zur Masernimpfung heute in der Regel ein MMR-Impfstoff eingesetzt wird, der auch vor Röteln und Mumps schützt, muss aufgrund der niedrigen Impfquote auch bei diesen beiden Erkrankungen mit Epidemien gerechnet werden. Im letzten Jahr hat es in Polen eine größere Anzahl von Übertragungen gegeben. Zu den Ländern, in denen die Röteln endemisch sind gehören neben Polen auch Belgien, Dänemark, Frankreich Italien, Rumänien und Deutschland. © rme/aerzteblatt.de

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Staphylococcus rex
am Mittwoch, 2. Mai 2018, 01:28

Selbst der beste Impfstoff hat technische Grenzen

Insgesamt spricht das RKI bei den FAQ von einer Schutzwirkung des Masern-Impfstoffs von nahe 100%: „Die zweifache MMR-Impfung verhindert jedoch bei 93-99% der Geimpften den Ausbruch einer Erkrankung und führt bei diesen erfolgreich Geimpften in der Regel zu lebenslanger Immunität [1].“
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/MMR/FAQ-Liste_Masern_Impfen.html

Zur Problematik der verschiedenen Altersgruppen wird in den o.g. FAQ ausführlich eingegangen, deshalb spare ich mir entsprechende Zitate. Es gibt zu dieser Frage ein ganz einfaches Totschlagargument: Länder mit Impfpflicht und einer über die Jahre aufgebauten entsprechend hohen Impfrate haben kein Masern-Problem. In den späten Jahren der DDR waren die Masern kein Thema mehr.

Bei dem Masernausbruch 2015 in Berlin waren übrigens nicht die Impfversager das Problem, sondern die mangelhafte Durchimpfungsrate (von den Patienten waren 86% sicher ungeimpft). Details siehe auch:
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/NRZ/MMR/Berliner_Masernausbruch_aus_Sicht_des_NRZ.html
http://nationale-impfkonferenz.de/wp-content/uploads/sites/10/2015/06/Dr.-Suckau.pdf

Unbestritten ist das Alter der Masern-Impfung eine wichtige Variable für die Wirksamkeit. Selbst das RKI warnt vor Impfungen vor dem 9. Monat und empfiehlt für diesen speziellen Fall eine dritte Masernimpfung. Es ist sicher auch kein Zufall, dass es zum Thema Masern in Deutschland zwei unterschiedliche Impfempfehlungen gibt, einerseits die der STIKO (mit der Empfehlung 11-14 und 15-23-er Lebensmonat), andererseits die der SIKO (13-24 Lebensmonat und 5. Lebensjahr).
https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/Aktuelles/Impfkalender.pdf?__blob=publicationFile
https://www.slaek.de/media/dokumente/02medien/Patienten/gesundheitsinformationen/impfen/Synopsis_2018.pdf

Was bleibt, ist der Interessenskonflikt bei der Wahl des optimalen Impfzeitpunkts. Die sächsische Variante bietet wahrscheinlich die bessere Langzeitimmunität, funktioniert aber nur auf der Basis einer guten Herdenimmunität. Die STIKO-Empfehlung ist gut für den Schutz der besonders vulnerablen Gruppe der Kleininder, dies aber auf Kosten der Langzeitimmunität. Worum geht es in dieser Diskussion: Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 800 000 Kinder geboren. In der Zeit vor der Impfung lag die Durchseuchung der Bevölkerung bei 95-98%, auf etwa 1000 Erkrankungen kommt ein Todesfall. Es geht also um potentiell jährlich etwa 800 Todesfälle, die durch eine ausreichende Herdenimmunität alle vermeidbar sind. Wenn es in Deutschland eine Impfpflicht für Masern geben würde, dann wäre nach einer gewissen Zeit der ganze Spuk vorbei und wir müssten diese Diskussion nicht führen.

In der aktuellen Zeit, wo bei vielen Menschen das Bauchgefühl mehr zählt als die Fakten, werden die Impfraten eher sinken. Damit ist in Deutschland bei den Masern der Übergang von der endemischen Zirkulation zur epidemischen Ausbreitung vorprogrammiert. Auch die sächsischen Impfempfehlungen werden vor diesem Hintergrund auf Dauer nicht mehr zu halten sein. Es bleibt nur die Frage, wie viele Maserntote notwendig sind, damit es zu einer Änderung der öffentlichen Wahrnehmung kommt. Das Problem ist nicht der Impfstoff, sondern die Impfrate, der Impfzeitpunkt und abhängig von Impfzeitpunkt die Zahl der notwendigen Impfdosen.

PS: Sehr geehrter Herr Dr. Schätzler, bitte lesen Sie die Quellen, 80% SICHER UNGEIMPFTE bedeutet eben auch, dass die restlichen 20% entweder einmal oder zweimal geimpft sind oder dass die Impfanamnese nicht sicher ist (ein typisches Problem bei derartigen statistischen Erhebungen). Als Impfversagen ist dagegen nur der Anteil der komplett 2x geimpften zu werten (wenn Fehler wie unsachgemäße Lagerung des Impfstoffs oder Laborfehler bei der Diagnostik vernachlässigt werden).
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Dienstag, 1. Mai 2018, 22:29

Sorry, Staphylococcus rex...

Wenn jemand behauptet, "80% der an Masern Erkrankten waren ungeimpft", kann man nicht gleichzeitig unlogisch behaupten, die restlichen 20% waren auch irgendwie nicht so richtig geimpft.

In Berlin waren bei der ersten Masernwelle die meisten Masern-Patienten n i c h t Kinder, sondern 18- bis 43-Jährige. Dies lässt auf mangelhaften Impfschutz s e l b s t schließen bzw. entlarvt die von Impfstoff-Industrie und Lehrbüchern behauptete lebenslange Antikörper-Protektion durch 2-malige MMR-Impfungen im Kleinkindesalter als Chimäre.

Dazu passt auch die STIKO-Empfehlung, alle ab 1970 geborene mit unklarem Impfstatus auch ein 3. Mal mit MMR aufzufrischen. Hinzu kommt, dass u n geimpfte Migranten bzw. Asylbewerber aus Armuts- und Schwellenländern dieser Infektion schutzlos ausgeliefert sind.

Selbst die von Robert-Koch-Institut (RKI) und STIKO reflexartig empfohlene, möglichst frühe Erstimpfung entlarvt sich als Pseudo-Strategie: Defay, F. et al. stellten dies mit dem Titel: "Measles in Children Vaccinated With 2 Doses of MMR. Pediatrics 2013; online 21. Oktober 2013; DOI: 10.1542/peds.2012-3975 heraus. Die frühe Masernimpfung bei Kindern im Alter von zwölf Monaten ist eher ungünstig. Nach den Daten dieser kanadischen Studie ist die Gefahr, dass der Impfstoff dann versagt, fünfmal höher. Besser sei es, mit einer Erstimpfung erst im 15. Lebensmonat zu beginnen. http://www.springermedizin.de/fruehe-masernimpfung--schlechte-schutzwirkung/4765318.html

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Staphylococcus rex
am Dienstag, 1. Mai 2018, 16:25

Logische Irrtümer Teil 1

Wenn wie oben beschrieben 80% der an Masern Erkrankten ungeimpft waren, dann ist die erste Schlussfolgerung, dass die restlichen 20% geimpft sind, ein Trugschluss, der mit einem Blick in die Quellen schnell hätte ausgeräumt werden können. Obwohl das Dokument aus dem o.g. Artikel mit wenigen Mausklicks erreichbar ist, scheint sich das Interesse einiger Protagonisten daran sehr in Grenzen zu halten, deshalb hier der direkte Link: https://ecdc.europa.eu/sites/portal/files/documents/Measles-and-Rubella-Surveillance-2017-final_0.pdf
Auf Seite 9 wird in Abbildung 9 dargestellt, wie hoch die Anteile der vollständig/unvollständig Geeimpften und der Personen mit unklarer Impfanamnese an den Erkrankten sind.

Die zweite Schlussfolgerung, aus diesen Rohdaten eine fehlende Wirksamkeit des Impfstoffs abzuleiten, ist ebenfalls unzulässig. Masern sind hoch infektiös, von 20 ungeschützt exponierten Personen werden 19 erkranken. Deshalb muss die Impfquote ja höher als 95% sein. Um die Schutzwirkung eines Impfstoffs zu berechnen, muss man zwei Zahlen kennen: die Zahl der Erkrankten und die Zahl der geimpften Kontaktpersonen. Die Zahl der Erkrankten ist bekannt, die Zahl der Kontaktpersonen kann aber nur geschätzt werden. Kompliziert wird die Angelegenheit dadurch, dass in verschiedenen Ländern unterschiedliche epidemiologische Prozesse ablaufen. In Rumänien eine Epidemie unter Kindern, in Italien eine Epidemie unter jungen Erwachsenen, in Deutschland eine endemische Ausbreitung. Im Dokument des ECDC fehlen leider Angaben zum Schweregrad der Infektion/Todesfällen in Abhängigkeit vom Impfstatus. Die meisten Todesfälle traten in Rumänien auf (S. 9, Abb. 10), in der Altersgruppe der Kinder ist der Anteil der zweifach geeimpften Erkrankten sehr gering. Dies kann man als indirekten Hinweis sehen, dass selbst bei einer Durchbruchsinfektion schwere Verläufe selten sind.

Bei einer pubmed-Recherche zum Thema Immunantwort nach MMR-Impfung ist folgende Quelle interessant:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29317117
Dies deckt sich mit meiner persönlichen jahrelangen Berufserfahrung beim Validieren infektionsserologischer Befunde: Die Immunogenität der Masern-Komponente im MMR-Impfstoff ist sehr gut, der Röteln-Komponente ist gut und der Mumps-Komponente bestenfalls befriedigend. Die fehlende Wirksamkeit der Masern-Impfung liegt nicht an der Wirksamkeit des Impfstoffs, sondern in den Köpfen der Ungeimpften.

Anstatt pauschales Industrie-Bashing zu betreiben, wäre es aus meiner Sicht besser bei Wünschen an die Impfstoffhersteller sich mit den einzelnen Impfstoffen zu beschäftigen. Und ich persönlich hätte hier durchaus noch Wünsche: neben der Mumps-Komponente im MMR-Impfstoff haben sowohl der Pertussis-Impfstoff als auch der Influenza-Impfstoff noch erhebliches Potential für Verbesserungen.
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Freitag, 27. April 2018, 12:03

Lieber Doc.Nemo,

Nein, das sollten Sie nicht. Aber Sie glauben gar nicht, wie oft meine kritischen Fragen zu Impfungen und Impfstoffen mit dem Pseudo-Argument abgewürgt werden, ich sei wohl ein verkappter Impfgegner. Und das bin ich definitiv nicht!

Ihre berechtigte Frage, "ob der Nutzen einer Nachholimpfung auch für Erwachsene mit unbekanntem Serostatus bereits wissenschaftlich untersucht worden ist" kann ich nur negativ beantworten. Nicht mal bei den angeblich so impf-"faulen" Vertragsärzten selbst wurden derartige infektionsepidemiologische Untersuchungen gemacht.

Effizienz und Effektivität von Impfmaßnahmen werden in Deutschland wissenschaftlich konsequent ignoriert, weil dies die angeschlagene Reputation der Impstoffhersteller weiter untergraben könnte. Ein typischer Fall von vorauseilendem Gehorsam.
doc.nemo
am Freitag, 27. April 2018, 08:56

Lieber Herr Dr. Schätzler,

so böse wie Ihre Reaktion darauf war mein Post an Sie nicht gemeint. Es scheint, dass man im Umgang mit Ihnen sehr vorsichtig sein muss. Ich bin mir nicht bewusst, dass ich in Heckenschützenmanier gewirkt habe, noch dass ich auf jemanden eingedroschen habe geschweige denn, dass ich schäbig bin. Auch habe ich durchaus ein Medizinstudium, eine Dissertation und zwei Facharztausbildungen mit Erfolg absolviert. Ich behaupte von mir, auch in fortgeschrittenerem Alter noch etwas von Medizin zu verstehen. Bislang habe ich Sie und Ihre Beiträge geschätzt, aber das sollte ich wohl ändern.
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Donnerstag, 26. April 2018, 23:46

@doc.nemo

In bester, anonymer Heckenschützen-Manier ohne Sinn und Verstand (verstanden haben Sie meinen analytischen Beitrag sicher nicht) auf jeden einzudreschen, der sich nur ansatzweise kritisch zu einem inhaltlich äußerst dünnlichen DÄ-Artikel äußert, um ihn auch noch als "Impfgegner-Fraktion" bezichtigen zu wollen, ist einfach schäbig.

Sie können ja gerne mit Ihrem Impfpass in meine Praxis kommen, Sie werden sich wundern, wie schnell Sie Ihre notwendigen Auffrischungsimpfungen bekommen.

Aber Spaß beiseite, selbst Kollege Jan Leidel, Ex-STIKO-Chef, versteht wie so viele nicht, dass einen Impfstoff in puncto Wirksamkeit und Sicherheit verbessern zu wollen, nicht automatisch Impfgegnerschaft bedeutet.

Und dieser jahrzehntealte MMR-Impfstoff mit 20%iger Versager-Garantie, ist nun wirklich nicht mehr das "Gelbe vom Ei" (hoffentlich verstehen Sie das wenigstens?).

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
doc.nemo
am Donnerstag, 26. April 2018, 08:40

Upps, Herr Kollege Schätzler,

gehören Sie etwa zur Impfgegnerfraktion? Das wäre angesichts der enormen Belesenheit, die Sie uns immer wieder demonstrieren, wirklich erstaunlich, aber ihr Verweis auf die angeblich so mächtige "Impflobby" macht misstrauisch. Die immer wieder angesprochene Unzuverlässigkeit der Masernimpfung ist lange bekannt, spielt bei einer ausreichend hohen Durchimpfungsrate aber keine Rolle, zumal eine Wirksamkeit von rund 80% so schlecht nicht ist - zumindest wesentlich besser als gar nichts. Da stelle ich gleich die Frage an Sie, ob der Nutzen einer Nachholimpfung auch für Erwachsene mit unbekanntem Serostatus bereits wissenschaftlich untersucht worden ist. Sie haben bestimmt den passenden Literaturüberblick.
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Mittwoch, 25. April 2018, 20:58

Passt nicht zusammen!

Ihre Aussage, rme/aerzteblatt.de, "Deutschland gehört in beiden Fällen [Masern und Röteln] zu den Ländern mit den meisten Erkrankungen", wird durch die nachfolgenden Zahlen ad absurdum geführt:
"Die meisten Masern-Erkrankungen gab es in Rumänien (5.608), gefolgt von Italien (5.098), Griechenland (967) und Deutschland (929). Die meisten Röteln-Erkrankungen wurden in Polen (496), Deutschland (73), Italien (67) und Österreich (39) registriert."
Von den unterschiedlichen Bevölkerungszahlen, die es zu berücksichtigen gilt, will ich ja gar nicht erst anfangen.

Auch gilt bei Ihrer Eingangs-Feststellung: "Bis zu 80 Prozent aller Teenager und jungen Erwachsenen, die im letzten Jahr an Masern erkrankt sind, waren nicht geimpft" logischerweise, dass dann mindestens 20 Prozent trotz durchgeführter Impfung erkrankten.
Damit ergibt sich zwangsläufig die ebenso naheliegende wie niemals von offizieller Seite infektionsepidemiologisch gestellte Frage, ob denn dieser angeblich so bewährte oder scheinbar wirksame Impfstoff nicht entscheidende Lücken und ungenügende Wirksamkeit aufweist.

Aber das hieße ja, sich mit der mächtigen Impf-Industrie und -Lobby anzulegen?

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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