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Boehringer erwartet für 2018 positives Ergebnis

Mittwoch, 25. April 2018

/dpa

Ingelheim – Rote Zahlen unterm Strich, aber ein milliardenschwerer Betriebsgewinn und eine zweistellige Umsatzsteigerung. Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim hat heute die Bilanz zum vergangenen Jahr vorgelegt. Der Vorsitzende der Unternehmens­leitung Hubertus von Baumbach sprach von einem „sehr erfolgreichen Jahr“.

Mit Blick auf das wachsende Geschäft mit Tiermedizin und Medikamenten etwa für Schlaganfallpatienten erwartet Boehringer in diesem Jahr ein leichtes Umsatz­wachstum und wieder ein positives Ergebnis. Für den Verlust von 223 Millionen Euro – nach einem Überschuss von 1,85 Milliarden 2016 – machte Finanzchef Michael Schelmer die höchsten Steuerzahlungen der Firmengeschichte verantwortlich, mehr als drei Milliarden Euro.

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US-Steuerreform und Sondereffekt belasten Ergebnis

Grund dafür sei der Sondereffekt des Anfang 2017 vollzogenen Tauschgeschäfts mit Sanofi: Boehringer übernahm die Tiermedizin des französischen Pharmakonzerns und gab dafür die Produktion von Präparaten zur Selbstmedikation ab. „Das ist für uns eine neue Erfahrung“, sagte von Baumbach zu dem Jahresverlust. Das werde im nächsten Jahr nicht wieder so sein.

Auch die Steuerreform in den USA habe sich negativ ausgewirkt, erklärte Schelmer. Die USA sind mit einem Umsatz von 6,9 Milliarden Euro der größte Absatzmarkt des Unternehmens. Allein beim Betriebsergebnis, also ohne die hohe Steuerbelastung, gab es ein Plus von 21,4 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um 15,7 Prozent auf 18,1 Milliarden Euro. Bereinigt um die Sanofi-Einflüsse lag das Umsatzplus bei 6,1 Prozent.

Mit 12,6 Milliarden Euro (plus 6,9 Prozent) sind Arzneimittel für Menschen der größte Umsatzträger. Hier verwies Firmenchef von Baumbach auf sechs „Blockbuster“ – Präparate mit einem Umsatz von jeweils mehr als einer Milliarde Dollar. Das forschungs­intensive Unternehmen arbeitet nach seinen Angaben zurzeit an 80 Entwicklungsprojekten für chemische und biologische Wirkstoffe. „Es gibt noch immer mehr Fragen als Antworten in der Medizin“, sagte von Baumbach. Von den Forschungsausgaben von 3,1 Milliarden Euro entfielen im vergangenen Jahr 2,7 Milliarden auf die Humanmedizin.

Zweite wichtige Säule von Boehringer ist jetzt die Tiergesundheit mit einem Umsatz von 3,9 Milliarden Euro (plus 170,7 Prozent). „Indem wir unsere gemeinsamen Stärken nutzen, sind wir bereits heute global die Nummer eins bei Kleintieren, Pferden, Schweinen sowie im Bereich der Leistungen für das öffentliche Tiergesundheitswesen.“ Boehringer beschäftigte im vergangenen Jahr weltweit 49.610 Mitarbeiter, gut 4.000 mehr als im Vorjahr. © dpa/aerzteblatt.de

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