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Ausland

EU-Abgeordnete legen Strategiepapier zur Krebsbekämpfung vor

Donnerstag, 26. April 2018

/vitanovski, stockadobecom

Brüssel – Nach dem Willen der Europäischen Volkspartei (EVP) soll in 20 Jahren kein Europäer mehr an Krebs sterben müssen. „Fast jeder hat einen Freund oder ein Familienmitglied, das an Krebs erkrankt ist“, sagte der Vorsitzende der EVP-Fraktion im EU-Parlament, Manfred Weber, gestern in Brüssel bei der Vorstellung eines Strategie­papiers zur Bekämpfung von Krebs. „Gesundheit gehört zum Kompetenzfeld der Mitgliedstaaten, aber wenn es um Krebs geht, sollte die EU eine Rolle spielen“, so Weber. Die EVP fordert, dass doppelt so viel Geld der EU wie bisher in die Krebsforschung bis 2024 gesteckt wird: 400 Millionen Euro.

Zudem soll es für Patienten einfacher werden, sich auch von Krebsspezialisten in anderen EU-Ländern behandeln zu lassen. Dazu soll der Informationsaustausch verbessert werden. Außerdem schlägt die EVP ein Krebsregister vor, um zu überwachen, an welchen Krebsarten Patienten in bestimmten Regionen erkranken. Laut dem Strategiepapier soll auch mehr in Prävention investiert werden, da 40 Prozent der Krebserkrankungen vermeidbar seien. Jedes Jahr sterben in der EU schätzungsweise mehr als 1,3 Millionen Menschen an Krebs.

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Einen besonderen Fokus legt die Partei auf Kinder, die an Krebs erkranken. Derzeit sterben jährlich etwa 6.000 Kinder und Heranwachsende in Europa wegen Krebs. Auch wenn die Zahl relativ niedrig sei, sei es eine umso „größere Tragödie“ für die Familien, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der EVP im EU-Parlament, Peter Liese (CDU). Das Geld, das für die Erforschung von Krebs bei Kindern ausgegeben wird, soll den Plänen zufolge bis 2024 verzehnfacht werden. © kna/aerzteblatt.de

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