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Ausland

Gesundheitsnotstand in Südafrika wegen Protesten und Streiks

Donnerstag, 26. April 2018

/dpa

Kapstadt – Anhaltende Proteste gegen die Regierung der südafrikanischen Provinz Nordwest und ein Streik der nationalen Gewerkschaft der Gesundheitsarbeiter (Nehawu) haben zu einem Gesundheitsnotstand in der Region geführt. 17 Kliniken hätten bereits schließen müssen; mindestens vier Patienten seien gestorben, berichten örtliche Medien. Die Armee sandte Militärärzte in die Region. Südafrikas Gesundheits­minister Aaron Motsoaledi verurteilte die gewaltsamen Proteste als „bösartig“.

Die Demonstrationen hatten in der vergangenen Woche in der Kleinstadt Mahikeng an der Grenze zu Botsuana begonnen und sich rasch ausgebreitet. Die Demonstranten fordern den Rücktritt des regionalen Ministerpräsidenten Supra Mahumapelo.

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In Klerksdorp westlich von Johannesburg starb gestern ein Mann an den Folgen einer Schusswunde, nachdem Demonstranten den Zugang zum Krankenhaus blockiert hatten. Ärzte mussten die Demonstranten bestechen, um zu Notfallpatienten zu gelangen, wie die südafrikanische Zeitung Times berichtete. Eine weitere Gruppe Ärzte und Pfleger wurde schließlich per Helikopter eingeflogen. Bei der Stürmung einer Klinik trieben Demonstranten den Angaben zufolge mehrere Pfleger in die Flucht und bewarfen Ärzte mit Steinen.

Erschwerend kommt der Streik der Gewerkschaft der Gesundheitsarbeiter hinzu. HIV-, Tuberkulose- und weitere lebenswichtige Behandlungen hätten vorübergehend eingestellt werden müssen, hieß es. Dialysepatienten seien wieder nach Hause geschickt worden. In einer Klinik mussten bettlägerige Patienten von anderen Patienten versorgt werden. Im Provinzkrankenhaus von Mahikeng übernahmen Medienberichten zufolge Ärzte der Südafrikanischen Verteidigungskräfte (SANDF) den Betrieb. © kna/aerzteblatt.de

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