NewsÄrzteschaftFachgesellschaft fordert bessere Vergütung für psychiatrische Fachärzte
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Fachgesellschaft fordert bessere Vergütung für psychiatrische Fachärzte

Donnerstag, 26. April 2018

Köln – Die Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP) hat eine angemessene Vergütung für Fachärzte gefordert, die gesetzlich versicherte Patienten beim Reduzieren und Absetzen von Psychopharmaka begleiten.

Der DGSP zufolge sollten Patienten mit Psychoseerfahrung und -anfälligkeit beziehungsweise Schizophreniediagnose mittel- und langfristig möglichst niedrig dosierte neuroleptische Medikamente erhalten. „Beim Reduzieren von Psychopharmaka müssen Patienten aber gut begleitet werden“, sagte DGSP-Vorstandsmitglied Jann Schlimme. Dafür sei mehr Zeit notwendig, als derzeit dem psychiatrischen Facharzt nach den budgetierten Vergütungen für die einzelnen Patienten zur Verfügung stünde.

Laut DGSP beträgt die Pauschale aktuell rund 45 Euro pro Fall im Quartal. Dadurch seien nur ein bis zwei Termine im Quartal mit etwa fünf bis zehn Minuten Sprechzeit bei einer durchschnittlich gut organisierten psychiatrischen Facharztpraxis möglich, so Schlimme.

„Die Begleitung beim Reduzieren und Absetzen von Psychopharmaka erfordert aber eine höhere Terminfrequenz und längere Termindauer“, betonte der Experte. Dies sei langfristig sinnvoll und erfolgreich. Die Fachgesellschaft fordert deshalb eine bessere Vergütung dieser Leistungen. © hil/sb/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

16. August 2018
Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) erhält in den laufenden Honorarverhandlungen Rückendeckung vom Deutschen Hausärzteverband (DHÄV). Der hielt die Krankenkassen dazu an, die
Hausärzteverband gibt KBV Rückendeckung in Honorarverhandlungen
15. August 2018
Berlin – Die Honorarverhandlungen zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband sind am ersten Verhandlungstag nach achtstündigen Gesprächen in den Räumen des
Honorarverhandlungen: Kassen lehnen KBV-Forderungen ab
14. August 2018
Berlin – Kritik an den geplanten Regelungen zu Sprechstundenzeiten und Lob für die in Aussicht gestellte extrabudgetäre Vergütung. So kommentieren Bundes­ärzte­kammerpräsident Frank Ulrich Montgomery
Die Krankenkassen sind in der Finanzierungsverantwortung
13. August 2018
Berlin – Für einen großen Teil der vertragsärztlichen Leistungen ist die Vergütung in den vergangenen Jahren im Vergleich zur allgemeinen Lohnentwicklung kaum angestiegen. Das berichtet das
Orientierungswert: Geringe Steigerungen für vertragsärztliche Leistungen
6. August 2018
London – Werden Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen von ehemaligen Psychiatriepatienten unterstützt, kann dies den Drehtüreffekt deutlich vermindern. Das berichten Wissenschaftler um Sonia
Ehemalige Psychiatriepatienten können akut Erkrankte effektiv unterstützen
3. August 2018
Berlin – Die Honorarumsätze der Vertragsärzte und -psychotherapeuten sind in den ersten beiden Quartalen 2016 leicht gestiegen. Das geht aus den aktuellen Honorarberichten der Kassenärztlichen
Honorarberichte 2016: Leichtes Umsatzplus durch extrabudgetäre Leistungen
3. August 2018
Berlin – Das geplante Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) wird von vielen niedergelassenen Vertragsärzten skeptisch gesehen. Das sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER