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Hochschulen

Universitätsmedizin Mainz eröffnet psychosomatische Abendklinik

Montag, 30. April 2018

Mainz – Eine neue psychotherapeutische Versorgungsform für Patienten mit Depressionen hat die Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz eingerichtet. Die psychosomatische Abendklinik soll eine Versorgungslücke zwischen den ganztägigen stationären und tagesklinischen Krankenhausbehandlungen und den wöchentlich stattfindenden ambulanten Einzel- oder Gruppentherapien schließen. 

„Viele berufstätige Patienten schieben erforderliche tagesklinische oder stationäre psychotherapeutische Behandlungen auf, weil sie sich Sorgen machen, dass sie ihren Arbeitsplatz verlieren könnten, wenn sie krankgeschrieben werden würden“, erläuterte Manfred Beutel, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz. Mit der Abendklinik könne man ihnen erstmals eine intensive Behandlung nach ihrer Arbeitszeit bieten, ohne dass eine Krankschreibung zwingend erforderlich sei.

Die abendklinische Behandlung findet dreimal die Woche von 16:30 bis 19:30 Uhr statt. Sie eröffnet den Patienten laut der Klinik den erforderlichen Spielraum, um trotz Behandlung familiäre oder berufliche Aufgaben zu erproben beziehungsweise zu erfüllen. „Nach längerer krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit ist es oft erforderlich, eine schrittweise berufliche Wiedereingliederung durchzuführen. Dies dient dazu, die eigene Leistungsfähigkeit auszutesten und langsam wieder zu steigern. Auch hier leistet die Abendklinik flexible Unterstützung und therapeutische Begleitung“, sagte der ärztliche Leiter der Abendklinik Matthias Michal.

Die Abendklinik wird zunächst als Modellprojekt mit Förderung durch den Innovationsfonds im Verbund mit den Universitätsklinika in Heidelberg, Mannheim und Freiburg wissenschaftlich geprüft. „Wir hoffen, dass wir nach erfolgreichem Abschluss des Vorhabens das Modell in der Regelversorgung unseren Patienten anbieten können“, so Michal. © hil/aerzteblatt.de

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