NewsHochschulenUniversitätsmedizin Mainz eröffnet psychosomatische Abendklinik
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Universitätsmedizin Mainz eröffnet psychosomatische Abendklinik

Montag, 30. April 2018

Mainz – Eine neue psychotherapeutische Versorgungsform für Patienten mit Depressionen hat die Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz eingerichtet. Die psychosomatische Abendklinik soll eine Versorgungslücke zwischen den ganztägigen stationären und tagesklinischen Krankenhausbehandlungen und den wöchentlich stattfindenden ambulanten Einzel- oder Gruppentherapien schließen. 

„Viele berufstätige Patienten schieben erforderliche tagesklinische oder stationäre psychotherapeutische Behandlungen auf, weil sie sich Sorgen machen, dass sie ihren Arbeitsplatz verlieren könnten, wenn sie krankgeschrieben werden würden“, erläuterte Manfred Beutel, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz. Mit der Abendklinik könne man ihnen erstmals eine intensive Behandlung nach ihrer Arbeitszeit bieten, ohne dass eine Krankschreibung zwingend erforderlich sei.

Anzeige

Die abendklinische Behandlung findet dreimal die Woche von 16:30 bis 19:30 Uhr statt. Sie eröffnet den Patienten laut der Klinik den erforderlichen Spielraum, um trotz Behandlung familiäre oder berufliche Aufgaben zu erproben beziehungsweise zu erfüllen. „Nach längerer krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit ist es oft erforderlich, eine schrittweise berufliche Wiedereingliederung durchzuführen. Dies dient dazu, die eigene Leistungsfähigkeit auszutesten und langsam wieder zu steigern. Auch hier leistet die Abendklinik flexible Unterstützung und therapeutische Begleitung“, sagte der ärztliche Leiter der Abendklinik Matthias Michal.

Die Abendklinik wird zunächst als Modellprojekt mit Förderung durch den Innovationsfonds im Verbund mit den Universitätsklinika in Heidelberg, Mannheim und Freiburg wissenschaftlich geprüft. „Wir hoffen, dass wir nach erfolgreichem Abschluss des Vorhabens das Modell in der Regelversorgung unseren Patienten anbieten können“, so Michal. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

10. Oktober 2018
Berlin – Auf die Bedeutung psychischer Erkrankungen als Volkskrankheit hat die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) gestern Abend vor
Schweregradgestuftes sektorenübergreifendes Versorgungsnetzwerk für psychisch Kranke gefordert
9. Oktober 2018
Köln/Berlin/Wiesbaden – Bei der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen gibt es eine Reihe von Defiziten. Darauf haben Fachgesellschaften, Krankenkassen und Psychotherapeuten anlässlich
Verbände kritisieren Unter- und Fehlversorgung psychischer Erkrankungen
9. Oktober 2018
Reykjavik – Vor einer „Burnout-Pandemie unter Ärzten“ hat der neue Präsident des Weltärztebundes (WMA), Leonid Eidelman, auf der Generalversammlung des WMA in Reykjavik, Island, gewarnt. „Der Burnout
Warnung vor „Burnout-Pandemie unter Ärzten“
5. Oktober 2018
Bonn/Trier – Die Situation von vielen Hausangestellten und Wanderarbeitern ist nach Einschätzung von Justita et Pax weiterhin defizitär. Inbesondere die Lage von Hausangestellten, „die in der
Helfer beklagen Situation von Hausangestellten in der Pflege
1. Oktober 2018
Berlin – Eine neue Regelung im aktuellen Kabinettsentwurf für das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) sorgte vor allem bei den Psychotherapeuten in der KBV-Ver­tre­ter­ver­samm­lung (VV) am Freitag
TSVG: KBV-Ver­tre­ter­ver­samm­lung gegen gesteuerte Zuweisung zu definierten Behandlungspfaden für psychisch Kranke
27. September 2018
Lübeck – Für internetbasierte Selbstmanagementinterventionen bei psychischen Störungen hat eine gemeinsame Arbeitsgruppe der psychiatrischen und psychologischen Fachgesellschaften (DGPPN und DGP)
Onlineangebote für psychische Störungen auf dem Prüfstand
26. September 2018
Berlin – Zur Verbesserung der Versorgung sieht der aktuelle Kabinettsentwurf für das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) vor, die Höchstgrenze für die Zulassung von Arztgruppen, bei denen
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER