NewsAuslandTausende fliehen vor neuer Gewalt im Norden von Myanmar
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Tausende fliehen vor neuer Gewalt im Norden von Myanmar

Montag, 30. April 2018

Rangun – Erneut sind Tausende Menschen auf der Flucht vor Gewalt im Norden von Myanmar. Mehr als 4.000 Menschen seien in den vergangenen drei Wochen aus ihren Häusern und Dörfern im nördlichen Bundesstaat Kachin geflohen, sagte der Leiter des UN-Nothilfebüros (Ocha) in der Region, Mark Cutts, kürzlich. Anlass sind neue Kämpfe zwischen der Armee und Rebellen.

Zuvor waren seit Jahresbeginn bereits rund 15.000 Menschen in der Region geflohen, bis zu 90.000 leben in Lagern für Binnenflüchtlinge in den Regionen Kachin und Shan. Eine Waffenruhe zwischen der Regierung Myanmars und der Rebellenorganisation Kachin Independence Army war 2011 gescheitert.

Anzeige

Der Konflikt im Norden Myanmars machte bislang deutlich weniger Schlagzeilen als die Lage im Westen des Landes, wo die muslimische Minderheit der Rohingya seit Jahrzehnten unterdrückt wird. Ende August vergangenen Jahres war die Lage im westlichen Bundesstaat Rakhine eskaliert, als Rohingya-Rebellen bei Angriffen rund ein Dutzend Sicherheitskräfte tötete. Das Militär reagierte mit brutaler Gegengewalt und zerstörte zahlreiche Rohingya-Dörfer, Flüchtlinge berichten von Ermordungen und Vergewaltigungen.

Die UNO stuft das Vorgehen gegen die Rohingya als „ethnische Säuberung“ ein. Im März sprach die UN-Sonderberichterstatterin für Myanmar, Yanghee Lee, erstmals von einem „Völkermord“. Nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen wurden allein im ersten Monat der Gewalt 6.700 Rohingya getötet. Rund 700.000 Angehörige flohen in den vergangenen Monaten ins benachbarte Bangladesch. © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

24. Januar 2020
Athen – Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis will zusätzliche EU-Mittel zur Bewältigung der Flüchtlingskrise beantragen. „Wir brauchen europäische Hilfe für den Bau neuer
Griechenland will mehr Hilfe für Flüchtlingskrise
24. Januar 2020
Zagreb/Berlin – Deutschland hat in den vergangenen Monaten 401 Migranten aufgenommen, die 2019 im zentralen Mittelmeer aus Seenot gerettet worden waren. Das geht aus Daten des Bundesinnenministeriums
Seenotrettung: Deutschland hat 401 Migranten aufgenommen
21. Januar 2020
Berlin – Zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums in Davos haben acht Entwicklungsorganisationen Deutschland dazu aufgerufen, mehr Geld für die internationale Impfallianz Gavi zur Verfügung zu stellen.
Appell an Deutschland zu Millionenbeitrag für Impfallianz
21. Januar 2020
Brüssel – 900 Millionen Euro plant die EU-Kommission für das laufende Jahr für Hilfen in Krisengebieten ein, vor allem für Menschen in Afrika und im Nahen Osten. In Afrika sollen 400 Millionen Euro
EU-Kommission plant 900 Millionen Euro für humanitäre Hilfe ein
21. Januar 2020
Berlin – Immer mehr Flüchtlinge und Migranten durchqueren die Region Agadez im Niger. So hat sich nach Angaben der „International Organisation for Migration“ (IOM) die Zahl der durch den Niger
Ärzte ohne Grenzen unterstützt Such- und Rettungseinsätze in der Sahara
16. Januar 2020
Sanaa – Im Bürgerkriegsland Jemen sind durch den Ausbruch des Dengue-Fiebers bereits mindestens 162 Menschen gestorben – darunter 78 Kinder. Das teilte die Hilfsorganisation Save the Children heute
Mindestens 162 Menschen im Jemen an Dengue-Fieber gestorben
15. Januar 2020
Berlin – Der Katastrophenschutz in Deutschland zur Abwehr von Gefahren für die Bevölkerung ist „gut aufgestellt“ – der Klimawandel, mögliche Cyber-Attacken und die weltweiten Migrationsbewegungen
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER