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Patientensicherheit ist ein Wachstumsmarkt

Donnerstag, 3. Mai 2018

/WavebreakMediaMicro, stockadobecom

Frankfurt am Main – In den nächsten vier Jahren werden unerwünschte Ereignisse bei der Patientensicherheit wie therapieassoziierte Infektionen, Blutvergiftung, Medikationssicherheit, Dekubitus, Diagnosefehler, Antibiotikaresistenz sowie Nichteinhaltung von Handhygienevorschriften weltweit eine geschätzte Kostenbelastung von 383,7 Milliarden US-Dollar verursachen. Das berichtet das Consulting-Unternehmen Frost & Sullivan.

„Bis zu 17 Prozent aller Krankenhauseinweisungen sind von einem oder mehr unerwünschten Zwischenfällen betroffen und circa 15 Prozent der Krankenhaus­ausgaben werden darauf verwendet, diese zu unterbinden“, sagte Anuj Agarwal, Transformational Healthcare Senior Research Analyst bei Frost & Sullivan. Die Tatsache, dass 30 bis 70 Prozent davon potenziell vermeidbar wären, mache es dringend erforderlich, diese von Anfang an zu verhindern.

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Die Untersuchung „Patient Safety in Healthcare, Forecast to 2022“ analysiert innovative und vielversprechende Lösungen und zukünftiges Marktpotenzial von Technologien für mehr Patientensicherheit, die wichtigsten Marktteilnehmer, die Wettbewerbslandschaft sowie Investitionstendenzen in dem Bereich.

Laut den Unternehmensberatern lassen sich einige Vorkommnisse, beispielsweise die Medikationssicherheit und der Verstoß gegen die Handhygienevorschriften, „verhält­nismäßig leicht mit Hilfe aktueller Branchenlösungen“ beheben. Wenig berücksichtigte Bereiche wie die Antibiotikaresistenz, Dekubitus, Blutvergiftung und die unnötige Belegung der Notaufnahme böten für innovative Lösungen hingegen „vielver­sprechende Wachstumsmöglichkeiten für die Zukunft“. 

Neben der hohen Kostenbelastung durch unerwünschte Ereignisse im Gesundheits­wesen gibt es dem Unternehmen zufolge weitere Trends, die das Wachstum im Markt für Patientensicherheit anfachen werden: Dazu gehörten unter anderem eine Bewegung in Richtung werte- und qualitätsorientierter Vergütungsmodelle, Fortschritte bei medizinischen, chirurgischen und Patientenversorgungstechnologien sowie neue Technologien wie die künstliche Intelligenz, die Verstöße gegen die Patientensicherheit minimieren könnten.

In den nächsten vier Jahren werde die Patientensicherheit von einem untergeordneten hin zu einem wesentlichen Leistungsversprechen für Pflegeanbieter werden, prognostiziert Frost & Sullivan. Durch neue Technologien werde insbesondere der Schutz gesundheitlicher Daten noch mehr in den Vordergrund rücken. © hil/aerzteblatt.de

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